Skip to main content Jump to sidebar

Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 98. Band, (Jahrgang 1881)

Die  letzten  Zeiten  des  Reiches  der  Tsch’in.

711

Im  ersten  Jahre  des  Zeitraumes  Thai-kien  (569  n.  Chr.)
beförderte  man  ihn  zum  sogenannten  Heerführer  des  verständigen
Kriegsmuthes.  Er  blieb  dabei  Vorgesetzter  wie  früher.  In  der
vollen  Reihe  beförderte  man  ihn  zum  sogenannten  Heerführer
der  Rechten  der  Flügel.  Plötzlich  übertrug  man  ihm  die  Aemter
eines  als  Abgesandter  in  den  Pländen  das  Abschnittsrohr  Haltenden, ­
  eines  allgemeinen  Beaufsichtigers  der  Sachen  der  Kriegsheere ­
  von  U-hing,  eines  den  Osten  unterwerfenden  Heerführers
und  Statthalters  von  U-hing.  Im  vierten  Jahre  des  Zeitraumes
Thai-kien  (572  n.  Chr.)  trat  er  ein,  wurde  aufwartender  Mittlerer ­
  und  Heerführer  der  Vorderseite  der  Flügel.  Er  wurde
zu  der  Stelle  eines  die  Vorderseite  beruhigenden  Heerführers
und  eines  mittleren  das  Kriegsheer  Leitenden  versetzt.  Im
siebenten  Jahre  des  Zeitraumes  Thai-kien  (575  n.  Chr.)  trat  er
aus  und  wurde  ein  als  Abgesandter  in  den  Händen  das  Abschnittsrohr ­
  Haltender,  beständiger  Aufwartender  von  den  zerstreuten ­
  Reitern,  allgemeiner  Beaufsiehtiger  der  Sachen  der
Kriegsheere  der  vier  Landstriche:  südliches  Siü,  südliches
Yü,  südliches  und  nördliches  ■£?  Yen,  ein  den  Norden  niederhaltender ­
  Heerführer  und  stechender  Vermerker  des  südlichen ­
  Siü-tscheu.
Pe-ku  war  für  den  Wein  eingenommen,  liebte  es  aber
nicht,  was  er  an  Einkünften  bezog,  aufzuhäufen  und  zu  sammeln. ­
  Bei  der  Bemessung  seiner  Ausgaben  hatte  er  keine
Umschränkung.  Nachdem  er  sich  des  Weines  gefreut  und  sich
berauscht  hatte,  waren  viele  Dinge,  um  die  er  bettelte.  Unter
den  Königen  war  er  sehr  arm  und  dürftig.  Kao-tsu  bemitleidete
ihn  immer  und  Hess  ihm  Belohnungen  und  Geschenke  zukommen.
Pe-ku  war  von  einfacher  Gemüthsart,  leicht  und  hastig.
Er  liebte  es,  einherzuwandelu  und  mit  der  Peitsche  zu  schlagen.
In  dem  Landstriche  kannte  er  nicht  die  Sache  der  Lenkung.
Täglich  auf  die  Jagd  ziehend,  stieg  er  bisweilen  in  eine  Schlafsänfte. ­
  Zwischen  den  Gräsern  angelangt,  rief  er  sofort  die  ihm
Unterstehenden  des  Volkes,  damit  sie  ihm  auf  seinen  Lustgängen ­
  folgen.  Er  trieb  dieses  bis  zu  einer  Zeitdauer  von  zehn
Tagen.  Die  Rehe  und  Hirsche,  welche  man  fing,  Hess  er  häufig
lebendig  herbringen.  Kao-tsung  erhielt  ziemlich  davon  Kenntniss,
und  es  geschah  mehrmals,  dass  er  Abgesandte  schickte,  welche
Pe-ku  zur  Rede  stellten.
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.