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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 98. Band, (Jahrgang 1881)

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Pfizmaier.

Bestätigungen  ab  und  fügte  die  Peitsche  hinzu.  Kao-tsung
liebte  Schö-ling  und  Hess  ihn  nicht  dem  Gesetze  gemäss  mit
Stricken  binden.  Er  stellte  ihn  zur  Rede  und  Hess  es  dabei
bewenden.  Schö-ling  unterwarf  sich  und  that  Einhalt.  Er
wurde  wieder  aufwartender  Mittlerer  und  grosser  Heerführer
des  mittleren  Kriegsheeres.
Als  Kao-tsung  erkrankte,  traten  der  grosse  Sohn  und  die
Könige  ein,  um  bei  der  Krankheit  aufzuwarten.  Kao-tsung
starb  in  der  grossen  Halle  *§£  »ns  Siuen-fö.  Am  Morgen  des
nächsten  Tages  neigte  der  spätere  Vorgesetzte  traurig  das  Haupt
und  warf  sich  zu  Boden.  Schö-ling  hieb  mit  einem  Messer,
welches  zum  Zerschneiden  der  Arzneien  diente,  nach  dem  späteren ­
  Vorgesetzten  und  traf  ihn  in  den  Nacken.  Die  Kaiserin
stürzte  zu  seiner  Rettung  herbei.  Schö-ling  hieb  wieder  mehrere
Male  nach  der  Kaiserin.  Die  zu  dem  Geschlechte  U  gehörende ­
  Amme  des  späteren  Vorgesetzten  befand  sich  um  die
Zeit  an  der  Seite  der  Kaiserin.  Sie  zog  den  späteren  Vorgesetzten ­
  von  rückwärts  an  dem  Handgelenke,  und  dieser  konnte
daher  aufstehen.  Schö-ling  erfasste  dessen  Kleid.  Der  spätere
V  orgesetzte  riss  sich  los  und  es  gelang  ihm,  zu  entkommen.
äjjt  M  Schö-kien,  König  von  Tschang-scha,  1  erfasste
Schö-li  ng  mit  der  Hand  und  entriss  ihm  das  Messer.  Hieraut
schleppte  er  ihn  zu  einem  Pfeiler  und  band  ihn  daran  mit  dem
Aermel  seiner  Jacke.  Indessen  hatte  die  Amme  von  dem  Geschlechte ­
  U  den  späteren  Vorgesetzten  bereits  geschützt  und
war  dem  Mörder  aus  dem  Wege  gegangen.  Schö-kien  suchte
den  Aufenthaltsort  des  späteren  Vorgesetzten  und  wollte  von
ihm  Befehle  empfangen.  Schö-ling  riss  bei  dieser  Gelegenheit
den  Aermel  los,  und  es  gelang  ihm,  zu  entschlüpfen.  Bei  dem
Thore  des  Wolkendrachen  hinauslaufend,  kehrte  er  in  einem
V  agen  rasch  nach  dem  östlichen  Sammelhause  zurück  und  riet
seine  gepanzerten  Kriegsmänner.  Er  streute  Gold  und  Silber
aus  und  belohnte  und  beschenkte  sie  damit.  Nach  aussen  rief
er  dann  die  Könige,  Anführer  und  Vordersten,  allein  Niemand
setzte  sich  mit  ihm  ins  Einvernehmen.  Bios  'fjfj  [fjj  Pe-ku, 2
König  von  0j-  4^  Sin-ngan,  hörte  ihn  und  eilte  zu  ihm.
1  Schö-kien,  König  von  Tschang-scha,  ist  der  vierte  Sohn  des  Kaisers
Kao-tsung.
-  Pe-ku,  König  von  Sin-ngan,  ist  der  fünfte  Sohn  des  Kaisers  Schi-tsu.
            
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