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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 98. Band, (Jahrgang 1881)

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Schenkt.

XV.
Simo  äussert  v.  1096  dem  Kuppler  gegenüber  seine  Besorgniss,
  es  könnte  doch  Pseudulus  irgendwie  im  Spiele  stecken,
mit  den  Worten:
Vide  modo,  ne  illie  sit  cöntechinatus  quippiam.
Darauf  antwortet  Ballio  —  ich  setze  die  Worte  nach  der  Lesart
des  Vetus  Codex  her,  von  dem  die  übrigen  Handschriften  nur
in  unwesentlichen  Dingen  abweichen  —  Folgendes:
Epistula  atque  imago  me  certum  facit,
Qui  illam  quidem  iam  inszyonem  ex  urbe  adduxit  modo.
Dass  der  zweite  Vers  ein  Glossem  ist,  und  zwar  eine  zu  illie
—  das  man  obendrein  falsch  verstand  1  —  beigeschriebene  Erklärung, ­
  hat  Lorenz  mit  Recht  behauptet;  dass  der  Vers  an
dieser  Stelle  nicht  passend  ist,  muss  Jeder  zugeben.  Ob  er
nicht  an  einer  andern  Stelle  einzufügen  sei,  darüber  wird  später
zu  handeln  sein;  für  jetzt  wollen  wir  die  von  Lorenz  nach
v.  1097  angenommene  Lücke  in’s  Auge  fassen.  Sollte  sich
dieselbe  nicht  ausfüllen  lassen?  Wie,  wenn  sich  einige  Zeilen
vorher  ein  Vers  fände,  der,  an  seiner  jetzigen  Stelle  überflüssig,
gerade  unsere  Lücke  auszufüllen  im  Stande  wäre?  Wer  den
Pseudulus  in  kritischer  Hinsicht  durchgeaibeitet  hat,  erräth
leicht,  dass  ich  die  vielbesprochenen  Verse  1091  ff.  meine,  die
in  B  so  lauten:
S.  Memini.  B.  emillius  seruos  huc  ad  me  argentum  attulit
Et  eboh  signatum  simbolum.  S.  quid  postea?
Qui  inter  me  atque  illum  militem  conuenerat.
B.  Is  e.  q.  s.
Wieder  zeigt  die  mangelhafte  Personenbezeichnung  —  was  aus
inneren  Gründen  schon  von  Anderen  eingesehen  worden  ist  —
dass  der  dritte  Vers  nur  eingeschoben  ist.  Setzen  wir  denselben
nach  v.  1097  ein  und  ändern  qui  —  conuenerat  in  quae  —  conuenerant,
  so  ist  die  Lücke  auf  das  passendste  ausgefüllt.
1  Denn  es  kann  ja  wohl  niemand  Anderer  damit  gemeint  sein  als  der  tob
Beiden  gefürchtete  ,Er‘,  d.  i.  Pseudulus.  Lorenz  hat  darüber  nichts
bemerkt.
            
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