Skip to main content Jump to sidebar

Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 98. Band, (Jahrgang 1881)

Plautiuische  Studien.

675

SIMO.
Tu  ä  me  sumes?
I’SEVDVLVS.

Streune.

SIM.O.

Ita  quäs  meo  gnato  des  —

PSEVDVLVS.
Aps  ted  ego  aüferam.

SIMO.
Exlidito  mi  hercle  öcnlum,  si  dederö.
PSEVDVLVS.
Dabis.

Es  ist  ganz  im  Charakter  Simo’s,  dass  er,  sobald  er  sich  von
seinem  ersten  Staunen  1  erholt  hat,  den  Sclaven  in  ironischer
Weise  fragen  will:  ,Wie,  habe  ich  vielleicht  nicht  recht  gehört?
Meinst  du  wirklich  jene  bewussten  zwanzig  Minen  oder  ein
anderes  Geld?'  Aber  Pseudulus  lässt  ihn  gar  nicht  zu  Worte
kommen,  sondern  fährt  gleich  mit  seinem  ,Bekomme  ich  von
Dir'  darein,  sobald  er  weiss,  was  Jener  meint.
In  den  Worten,  die  nach  Ausscheidung  des  Ungehörigen
an  unserer  Stelle  übrig  bleiben,  müssen  wir  den  echten,  ursprünglichen ­
  Kern  erblicken,  den  der  Interpolator  umarbeitete
und  erweiterte.  Die  Worte  qui  amicam  liieret  können  dabei
ganz  unberührt  bleiben;  ob  die  andere  Vershälfte  im  Anschlüsse
an  die  von  den  Handschriften  erhaltene  Lesart  in  Parität  ut
auferdt  umzuändern  ist  oder  ob  die  ursprüngliche  Lesart  weiter
abliegt  (etwa  Meus  quaerit  filius),  muss  unentschieden  bleiben.
Gewiss  ist,  dass  Calidorus  das  Subject  des  Satzes  ist.  Wir
schreiben  also  die  Stelle  folgendermassen:
Ecquas  uigintf  minas
*  *  *  qui  amicam  liberet?
Fatere?  die.  e.  q.  s.

1  Wobei  er  in  sprachloser  Verwirrung  den  Sclaven  so  ungläubig  anschaut,
dass  dieser  seine  Versicherung  wiederholt.  Kiessling’s  Vorschlag  v.  509
und  510  umzustellen  (,Rhein.  Mus. 4  XXIII,  S.  420)  ist  demnach  als  unbegründet ­
  zurückzuweisen.
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.