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Steffenbngen.
gerate, alz ein fratoe habin Jal in den J'echz wochin. 1 Auch
Jpricht er in dem texte van ,vingerlin‘ vnd ,armgolt‘. duz
fin heftechin vnd Jcnovfel. Wy, ab ir man teere ein goltfmit
vnd hette fotaniz dingis vyele, daz er uf den kouf machte? fprich:
waz er hat gemacht uf lcouf, daz gehört zcu dem erbe, waz er
abir ir funderUchin zcu irer notorft gemacht hat, daz gehört zcu der
gerade. 2 Alz er in dem texte fpricht von ,teptin‘ vnd ,fchaulun ( , 3
Dez faltu auch wiffin: teere ir man ein kram er vnd hette auch
J'ogetanz dingis vyl veile, alz zcu der gerade genant ift, wy vyel
J'al fy iclichis behaldin? Ich Jpreche: waz er in firne huze hat vnd
zcu der gerade gehört, daz darf man nicht vnderfcheiden.
5) [I. 42, §. 1.] Hinter der Notiz des ursprünglichen
Glossators, daz by juftinianus gezciten dy leute ßerker waren,
wen by karolus gezciten, der dyz recht den fachfin gebin hat
(Homeyer ad h. 1. S. 197), fährt der Interpolator fort: vnd iz
den werdest fcheppfin zeit maygdeburcli beuolen ift zcu befchermen
von koning Otten, dez grofin koning Ottin foen,*
1 Aehnlich die Weichbildglosse in Do unter der Rubrik von gaftgeben,
§. 3 zu Art. 28 ...30: Hat ein gaftgebe bettegewant, daz gemeyne
iß ßnen geßen, in finen flafkamem, daz gehört zu dem erbe, hot
fy abir in irem kaßen, da fy felber den ßuffel zcu trat, fotan gerete, daz
gehört zcu der gerade, hot fy aber dez nicht, fo fol men ir ein bette vzrichtin
mit altir notorß, alz fy iz darf, ab fy in den fechz irocliin legin
folde. Vgl. die Glosse zur Weichbild-Vulgata Art. 23 bei Daniels Sp. 292,
Zeile 9 ff.
2 Aehnlich die Weichbildglosse in Da unter der Rubrik von gollfmyden,
§. 4 zu Art. 28...30: Were abir ir man ein goltfmyl gewefin,
der manchirley ding geworcht hette zcu frawen zcirde uf den kauf,
daz gehört zcu dem erbe, hette fy alnr folanez icht in iren beftofftn geweren,
daz fy vor genuczl hette vnd genat vnd gemacht were zcu ir notorß,
das gehört zcu der gerade. Vgl. die Glosse zur Weichbild-Vulgata Art. 23
bei Daniels Sp. 291, Zeile 47...50.
3 S. Weichbild-Vulgata 23, §. 2.
4 Die Anschauung, dass die Magdeburger ,Beschirmer“ des Sachsenspiegels
seien, deren praktische Bethätigffpg der Brief der Rathmannen zu Magdeburg
in dem Streite mit Kienkok beweist (Homeyer in den philol. und
hist. Abhandlungen der Berliner Akad. 1855, S. 383, 384... 386, 421 f.;
Steffenhagen, Catalogus codicum Regimont. I, 72 {.), spricht der Interpolator
weiterhin wiederholentlich aus (unten pag. 66, Nr. 13 und pag. 72,
Nr. 34 bei N. 2). Er ist jedoch darin inconsequent, dass er diese
Tradition das eine Mal mit Otto dem Rothen, das andere Mal mit Otto
dem Grossen in Verbindung bringt.