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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 98. Band, (Jahrgang 1881)

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Schenkl.

spricht,  den  Simo  auf  die  Vermuthung,  es  könnten  wohl  gar
der  Kuppler  und  Pseudulus  unter  einer  Decke  spielen,  um  ihm
die  zwanzig  Minen  abzujagen  und  dann  sich  in  den  Raub
zu  theilen.  Ich  setze  die  Worte  des  Simo  mit  der  darauf
folgenden  Antwort  des  Pseudulus  nach  der  Lesart  des  Yetus
Codex  her  und  verzeichne  darunter  die  Varianten  der  übrigen
Handschriften.
538  S  ax  emm  fein  quid  mi  lnmenxem  uemx
Quid  fi  hifee  mxer  fe  confeferunx  Callipho
540  Aux  deconpecxo  faciunx  confuxif  dolif
Qui  me  argenxo  circumuerxanx?  P.  Quifme  audixior
Sit  fi  lfxuc  facinuf  audeam  facere  immo  fic  fimo
Si  fumuf  confpecxif  lue  confilium  umquam  mimuf  deifxacre
543 a  Aut  fi  de  ea  re  umquam  mxer  nof  conuemamuf
Quafi  in  libro  cum  fenbumur  calamo  lixxere
545  Snlif  mc  Toxum  ufque  ulmeif  conl'cribixo
539  se  fehlt  in  C  —  consenserunt  CI)  540  de  conpacto  CD  541  audatior
  CD  542  audeam  dieere  CD  543  conspecti  siue  CD  544  litterae
calamo  CD  (litere  D).
Die  Herstellung  dieser  Verse  ist  durch  die  Plautuskritiker
glücklich  in  Angriff  genommen,  aber  noch  nicht  zu  Ende  geführt ­
  worden.  Unzweifelhaft  ist  Fleckeisen’s  auf  den  plautinischen
  Sprachgebrauch  gestützte  Aenderung  des  circumuertant
in  interuortant  (v.  541),  doch  sind  damit  nicht  alle  Schwierigkeiten ­
  beseitigt;  es  muss  auffallen,  dass  Callipho,  an  den  die
Frage  ausdrücklich  gestellt  war,  nichts  antwortet,  trotzdem  er
sonst  keine  Gelegenheit  vorübergehen  lässt,  um  sich  des  Pseudulus ­
  gegen  seinen  Herrn  anzunehmen.  Deswegen  scheint  es
mir  nicht  unwahrscheinlich,  dass  die  Antwort  des  Callipho
durch  ein  Versehen  ausgefallen  ist.
Für  den  folgenden  Vers  sind  wir  nach  Pylades,  der  das
facere  nach  audeam  zuerst  als  Glossem  erkannte,  was  durch
die  Variante  von  CD  bestätigt  wird,  vorzüglich  A.  Kiessling
zu  Dank  verpflichtet,  der  (,Symb.  phil.  Bonn/  S.  837)  richtig
hervorgehoben  hat,  dass  die  namentliche  Anrede  im  Munde  des
            
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