668
Schenkl.
spricht, den Simo auf die Vermuthung, es könnten wohl gar
der Kuppler und Pseudulus unter einer Decke spielen, um ihm
die zwanzig Minen abzujagen und dann sich in den Raub
zu theilen. Ich setze die Worte des Simo mit der darauf
folgenden Antwort des Pseudulus nach der Lesart des Yetus
Codex her und verzeichne darunter die Varianten der übrigen
Handschriften.
538 S ax emm fein quid mi lnmenxem uemx
Quid fi hifee mxer fe confeferunx Callipho
540 Aux deconpecxo faciunx confuxif dolif
Qui me argenxo circumuerxanx? P. Quifme audixior
Sit fi lfxuc facinuf audeam facere immo fic fimo
Si fumuf confpecxif lue confilium umquam mimuf deifxacre
543 a Aut fi de ea re umquam mxer nof conuemamuf
Quafi in libro cum fenbumur calamo lixxere
545 Snlif mc Toxum ufque ulmeif conl'cribixo
539 se fehlt in C — consenserunt CI) 540 de conpacto CD 541 audatior
CD 542 audeam dieere CD 543 conspecti siue CD 544 litterae
calamo CD (litere D).
Die Herstellung dieser Verse ist durch die Plautuskritiker
glücklich in Angriff genommen, aber noch nicht zu Ende geführt
worden. Unzweifelhaft ist Fleckeisen’s auf den plautinischen
Sprachgebrauch gestützte Aenderung des circumuertant
in interuortant (v. 541), doch sind damit nicht alle Schwierigkeiten
beseitigt; es muss auffallen, dass Callipho, an den die
Frage ausdrücklich gestellt war, nichts antwortet, trotzdem er
sonst keine Gelegenheit vorübergehen lässt, um sich des Pseudulus
gegen seinen Herrn anzunehmen. Deswegen scheint es
mir nicht unwahrscheinlich, dass die Antwort des Callipho
durch ein Versehen ausgefallen ist.
Für den folgenden Vers sind wir nach Pylades, der das
facere nach audeam zuerst als Glossem erkannte, was durch
die Variante von CD bestätigt wird, vorzüglich A. Kiessling
zu Dank verpflichtet, der (,Symb. phil. Bonn/ S. 837) richtig
hervorgehoben hat, dass die namentliche Anrede im Munde des