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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 98. Band, (Jahrgang 1881)

Plautinische  Studien.

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den  ersten  von  ihnen  einen  passenden  Sinn  erlangen.  Ich
schreibe  die  Stelle  so:
ADVORSITOR.
892  Taee  als  faber,  qui  cüdere
892»  Soles  plüiubeos  numinos  nö[bi]s.
FH  ANIS  CVS.
893  No[e]n[Äm]  potes  tu  cogere
893»  Mod  ut  tibi  maledfcam.
894  Nouit  erus  me.
ADVORSITOR.
Suim  quidem
894»  Pol  cülcitellam  oportet.
Offenbar  bedeutet  v.  892  nichts  Anderes,  als  dass  Phaniscus
sein  Verhältnis  zum  Herrn  dazu  benützt,  seine  Mitsclaven
weidlich  zu  tyrannisiren,  wie  der  Paphlagonier  in  den  Rittern;
und  höchst  wahrscheinlich  steckt  darin  eine  Anspielung  auf
irgend  eine  uns  unbekannte  Münzmisbre,  die  zur  Zeit  der  Aufführung ­
  des  Stückes  in  Rom  eingetreten  war.
Die  im  Codex  Vetus  folgenden  Verszeilen  als  anapästischen
  Octonar  zu  messen,  wie  es  Studemund  gethan  hat,  scheint
mir  etwas  bedenklich.  Nicht  wegen  tibi  Öjotemperem,  das  sich
durch  Annahme  eines  einsilbigen  tibi  allenfalls  beseitigen  lässt,
sondern  des  Sinnes  wegen.  Denn  man  erwartet  doch,  dass  der
Advorsitor  entweder  so  sagt:  ,Dir  soll  ich  gehorchen,  während
du  mir  nicht  gehorchen  willst?'  oder  so:  ,Dir  soll  ich  gehorchen, ­
  während  du  doch  mir  nicht  befehlen  kannst?';
dasjenige  aber,  was  in  den  Handschriften  steht:  ,während  du
mir  nicht  zu  gehorchen  vermagst'  ist  ganz  unpassend.  Daher
theile  ich  die  Zeile  so  ab:
PHANISCVS.
Si  söbrius  sis,  male  non  dicas.
ADVORSITOR.
Tibi  optemperem,  cum  tü  mihi
Nequeds  *  *  *?,
wozu  ein  quicqunm  impeiitare  oder  etwas  Aehnliches  zu  ergänzen ­
  wäre.

895
895»
895 b
            
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