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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 98. Band, (Jahrgang 1881)

Plautinische  Studien.

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und  so  antwortet  er  —  was  man  wünscht,  das  glaubt  man  gerne
—  auf  die  Frage  seiner  Begleiterin:  ,Weisst  du  denn  auch,
wohin  wir  gehen? 1  ganz  arglos:  ,Gewiss,  nach  Hause  doch
wohl? 1  Von  seiner  Dame  eines  Besseren  belehrt,  gibt  er  dies
sofort  bereitwilligst  zu,  theils  um  sich  seine  Niederlage  gegenüber ­
  dem  listigen  Weingotte,  dem  ,luctator  dolosus 1 ,  ja  nicht
anmerken  zu  lassen  —  wie  köstlich  weiss  doch  Plautus  zu
schildern!  —  theils  aus  angeborener  Gutmüthigkeit.  Dass  aber
unsere  Messung  gleichfalls  richtig  ist,  bezeugen  die  nachfolgenden ­
  Verse;  hält  man  sie  mit  den  eben  besprochenen  zusammen,
so  springt  das  Schema,  nachdem  der  dritte  Theil  des  Canticums
componirt  ist,  sofort  in  die  Augen.  Es  sind  diesmal  zwei
Strophen  getrennt  durch  einen  einzelnen  Vers;  bedeutsam  ist
es,  dass  die  wenigen  Worte,  welche  Philematium  im  ganzen
Canticum  spricht,  gerade  in  diesen  Vers  fallen.
v.  333—335  f  3  dim.  cret.  +  dip.  troch.  acat.
336,  337  I  2  dim.  cret.  +  trip,  troch.  cat.
338  1  trim.  cret.
339—341  i  3  dim.  cret.  +  dip.  troch.  acat.
342,  343  I  2  dim.  cret.  +  trip,  troch.  cat.
v.  333-337  =  339—343
In  der  von  uns  oben  als  Schlusssatz  bezeichneten
Partie  v.  344—347  gehören  die  ersten  drei  Verse  mit  bakcheischem
  Rhythmus  ihrem  Inhalte  nach  noch  zum  vorhergehenden ­
  Theile;  da  nun  die  zweite  Abtheilung  mit  vorwiegend
kretischem  Masse  durch  drei  bakcheische  Verse  geschlossen  ist,
wird  man  denselben  Schluss  auch  hier  gelten  lassen.  Nur  zeigt
er  eine  jenem  ganz  entgegengesetzte  Form;  während  dort  ein
bakcheischer  Tetrameter  von  zwei  Trimetern  gefolgt  wird,  geht
hier  ein  Trimeter  voran:
344  CAL.  Da  illi  quod  bibAt;  dormiam  ego  iam,
darauf  folgt  ein  eigenthümlicher  Vers,  bestehend  aus  einem
bakcheischen  Tetrameter  und  einer  iambischen  Dipodie:
DEL.  Num  minim  aut  nouöm  quippiäm  facit,
und  zum  Schlüsse  kommt  erst  der  Tetrameter:
PHIL.  Quid  ego  hoc  faciam  postea,  meA.  DEL.  Sic  sine  eurnpse.
            
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