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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 98. Band, (Jahrgang 1881)

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Schenkl.

Dass  aber  die  von  mir  vorgeschlagene  Versumstellung  in  der
Hauptsache  richtig  ist,  dafür  sprechen  ausser  den  inneren  auch
noch  einige  äussere  Gründe.  Fürs  erste  ist  die  ganze  Partie
v.  1089—1093  in  den  Handschriften  in  einer  so  greulichen
Verwirrung,  dass  es  durchaus  nichts  Auffälliges  haben  kann,
wenn  ein  paar  Verse  von  hier  versprengt  und  dann  so  gut  es
gieng  an  verschiedenen  Stellen  untergebracht  worden  sind;  zum
zweiten  ist  es  als  ein  sicheres  Zeichen  für  eine  Trübung  der
handschriftlichen  Ueberlieferung  anzusehen,  dass  die  Codices
und  namentlich  B  eine  starke  Verwirrung  der  Personenbezeichnung ­
  zeigen. 1
So  habe  ich  nur  mehr  über  den  nach  v.  1193  eingeschobenen ­
  Septenar  Rechenschaft  abzulegen,  den  ich  aus  zwei  von
den  palatinischen  Handschriften  nach  v.  721  erhaltenen  Zeilen
zusammengestellt  habe.  Dort  stehen  nämlich  folgende  Worte:
Eia  mastigia  ad  me  redi.  TR.  Iam  istic  ero.
Quid  nunc,  quam  mox?  SIMO.  Quid  est?  TR.  Quod  solet  fieri,
über  deren  handschriftliche  Grundlage  der  nächste  Abschnitt
Auskunft  geben  wird.  Ob  man  die  Worte  von  Eia  bis  mox
an  ihrer  Stelle  lässt,  oder  ob  man  die  zweite  Zeile  mit  Ritschl
(des  Hermann’schen  Vorschlages  in  den  Parerga  nicht  zu  gedenken) ­
  mit  den  nöthigen  Veränderungen  nach  v.  740  einschiebt,
sie  sind  einmal  in  dieser  Scene  überhaupt  unerklärlich.  Abgesehen ­
  von  anderen  Schwierigkeiten  (man  vergleiche,  was
Lorenz  in  der  Anmerkung  sagt),  lässt  es  sich  nicht  mit  einander
vereinen,  dass  Theopropides,  der  dem  Tranio  v.  784,  wenn  auch
nicht  in  rosiger  Laune,  aber  doch  keineswegs  unfreundlich  und
brüsk  entgegen  kommt,  einige  Verse  vorher  in  so  barschem
Tone  ihn  zurückzukehren  auffordert,  während  er  doch  wissen
muss,  dass  Tranio  für  ihn  mit  dem  Nachbar  unterhandelt.
Ebenso  sind  die  Worte  Quid  nunc?  quam  mox?  nur  unter  den
gewaltsamsten  Annahmen  zu  erklären.  Streicht  man  dagegen
die  beanstandeten  Worte,  so  ergeben  die  zurückbleibenden  einen
vollständigen  Tetrameter:
Teneo  seruöm.  ::  Quid  est?  :  :  Quod  solet  fieri  hie.

1  Wofür  sicli  im  Folgenden  mehrere  Beispiele  ergeben  werden.
            
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