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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 98. Band, (Jahrgang 1881)

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Schenk  .

Dasselbe  was  von  v.  1146—1151  gilt,  nämlich  dass  sie
an  eine  falsche  Stelle  gerathen  sind,  lässt  sich  auch  von  den
drei  vorhergehenden  Versen  1143—1145  zeigen.  Namentlich
ist  es  der  in  den  Ausgaben  dem  Callidamates  gegebene  Vers  1143:
Sine  me  dum  istuc  iüdicare.  Bürge:  ego  isti  adsedero,
welcher  an  unserer  Stelle  jeder  Erklärung  spottet.  Callidamates
  will  sich  auf  den  Altar  setzen?  wozu?  er  ist  ja  kein
Schutzflehender.  Und  auf  was  soll  sich  das  istuc  iüdicare  beziehen? ­
  Es  Hesse  sich  nur  von  dem  zwischen  Tranio  und
seinem  Herrn  obwaltenden  Streite  verstehen;  aber  diesen  zu
schlichten,  ist  Callidamates  gar  nicht  gekommen;  erst  nach
Beilegung  alles  Uebrigen  kommt  die  Sache  des  Sclaven  an  die
Reihe.  Ebensowenig  haben  die  beiden  folgenden  Verse  einen
vernünftigen  Sinn,  worüber  die  Bemerkungen  von  Lorenz  im
Commentare  zu  vergleichen  sind;  nach  ihrer  Entfernung
schliesst  sich  v.  1153  ganz  ungezwungen  an  v.  1142  an.
Aber  wohin  gehören  diese  drei  herrenlosen  Verse?  Eine
Prüfung  ihres  Inhaltes  wird  diese  Frage  leicht  beantworten
lassen.  Jemand  (A)  ersucht  einen  Andern  (B),  er  möge  ihm
den  Platz,  auf  dem  Jener  sitzt,  einräumen,  da  er  von  dort  aus
die  bewusste  Sache  entscheiden  wolle.  ,  B  erwidert:  ,0  natürlich! ­
  Habe  doch  Du  erst  die  Güte  den  Streit  (und  seine  Gefahr)
auf  Dich  zu  nehmen.  Dahinter  steckt  ein  Betrug!  Mach’  erst,
dass  ich  mich  nicht  mehr  zu  fürchten  brauche  und  Du  an
meiner  Stelle  Dich  fürchtest. 1  Also  B  ist  in  Furcht  vor  einer
Strafe  und  weigert  sich  (denn  maxume  ist  ironisch)  den  Platz
zu  verlassen,  auf  dem  er  sitzt  und  der  ihn  vermuthlich  vor
der  Strafe  schützt.  Ich  müsste  mich  sehr  täuschen,  wenn  nicht
der  auf  dem  Altäre  sitzende  Tranio,  A  hingegen  Theopropides
ist,  der  den  Sclaven  von  seiner  Freistätte  durch  die  Vorspiegelung, ­
  dass  er  von  dort  aus  ,die  Sache'  entscheiden  wolle,  weglocken ­
  will.  Was  das  für  eine  Sache  ist,  erhellt  aus  v.  1094  ff.,
die  Stelle  aber,  an  der  jene  drei  Verse  einzufügen  sind,  wird
sich  leicht  finden  lassen,  wenn  man  bedenkt,  dass  Theopropides,
da  er  sich  von  dem  Sclaven  überlistet  sieht,  psychologischer
Nothwendigkeit  zufolge  zuerst  zornig  aufbrausen,  dann  aber  durch
alle  Mittel  der  Ueberredung  den  Tranio  zum  Verlassen  des
Altares  zu  bewegen  suchen  wird;  so  verlangt  es  der  Charakter
            
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