Plautinisclie Studien.
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Bühnendichter massen nach der älteren, etymologisch richtigen
Schreibweise ece, während die Messung ecce erst aus der verschärften
Aussprache des c entstanden ist, wie die Messungen
recceptus, reccidere bei Lucretiusd Wie diese auf einem ganz
anderen Wege gewonnene Ansicht der unseren zur Stütze dient,
so dürfen wir auch umgekehrt den Corssen’schen Satz als gesichert
betrachten durch das Ergebniss unserer Untersuchungen.
Ich fasse dasselbe in folgende Worte zusammen:
Während Plautus neben dem ursprünglichen ecce
und eccum schon die späteren Formen ecce, eccum als
gleichberechtigt gebraucht hat, hat er in dem formelhaften
ecillum, das schon zu seiner Zeit nicht mehr
eine im Sprachbewusstsein lebendige Form, sondern
— wie sein Fehlen bei Terenz bezeugt — eine Antiquität
war, nicht nur die alte Quantität, sondern auch
die alte Schreibweise durchgängig beibehalten.
Dagegen scheint Plautus niemals ece oder ecum geschrieben
zu haben. Die wenigen Sellen, an denen die Form ecum in
den Handschriften auftritt, z. B. Mil. v. 1281 (quis eccum D,
quis ecum C, qui secum B), Most. v. 560 (seruom ecum Ba
Da, seruo mecum C, seruom eccum Bi De), Pseud. v. 789 (erus
ecum B, erus eccum CD) sind nicht beweisend, da an ihnen,
wie das Metrum zeigt, eine blosse Corruptel vorliegt.
Um nun zu unserem Verse zurückzukehren, so ist es
einleuchtend, dass die Bothe’sche Conjectur, wenn das von uns
gewonnene Resultat richtig ist, verfehlt sein muss. Ich meinerseits
sehe das ecce illam von CD als eine blosse Conjectur an
Stelle des von B erhaltenen ancillam an, das freilich eine
schwere und ohne die Hilfe des Ambrosianus unheilbare Verderbniss
enthält. Die in ihm erhaltenen Buchstaben TIBI.. LLAM
führen auf folgende Schreibart des Verses:
Ouem tibi bellAm dabo, natiim ännos sexagirita,
die sich ihrerseits leicht so verbessern lässt:
Ouem tibi belluläm dabo, natam Annos sexagiuta.
III.
Most. v. 615 ff. fragt Theopropides, dem das Gebahren
des Wucherers ganz unbegreiflich vorkommt, den Tranio, was
dies Alles bedeute: