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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 98. Band, (Jahrgang 1881)

Plautinisclie  Studien.

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Bühnendichter  massen  nach  der  älteren,  etymologisch  richtigen
Schreibweise  ece,  während  die  Messung  ecce  erst  aus  der  verschärften ­
  Aussprache  des  c  entstanden  ist,  wie  die  Messungen
recceptus,  reccidere  bei  Lucretiusd  Wie  diese  auf  einem  ganz
anderen  Wege  gewonnene  Ansicht  der  unseren  zur  Stütze  dient,
so  dürfen  wir  auch  umgekehrt  den  Corssen’schen  Satz  als  gesichert ­
  betrachten  durch  das  Ergebniss  unserer  Untersuchungen.
Ich  fasse  dasselbe  in  folgende  Worte  zusammen:
Während  Plautus  neben  dem  ursprünglichen  ecce
und  eccum  schon  die  späteren  Formen  ecce,  eccum  als
gleichberechtigt  gebraucht  hat,  hat  er  in  dem  formelhaften ­
  ecillum,  das  schon  zu  seiner  Zeit  nicht  mehr
eine  im  Sprachbewusstsein  lebendige  Form,  sondern
—  wie  sein  Fehlen  bei  Terenz  bezeugt  —  eine  Antiquität ­
  war,  nicht  nur  die  alte  Quantität,  sondern  auch
die  alte  Schreibweise  durchgängig  beibehalten.
Dagegen  scheint  Plautus  niemals  ece  oder  ecum  geschrieben
zu  haben.  Die  wenigen  Sellen,  an  denen  die  Form  ecum  in
den  Handschriften  auftritt,  z.  B.  Mil.  v.  1281  (quis  eccum  D,
quis  ecum  C,  qui  secum  B),  Most.  v.  560  (seruom  ecum  Ba
Da,  seruo  mecum  C,  seruom  eccum  Bi  De),  Pseud.  v.  789  (erus
ecum  B,  erus  eccum  CD)  sind  nicht  beweisend,  da  an  ihnen,
wie  das  Metrum  zeigt,  eine  blosse  Corruptel  vorliegt.
Um  nun  zu  unserem  Verse  zurückzukehren,  so  ist  es
einleuchtend,  dass  die  Bothe’sche  Conjectur,  wenn  das  von  uns
gewonnene  Resultat  richtig  ist,  verfehlt  sein  muss.  Ich  meinerseits ­
  sehe  das  ecce  illam  von  CD  als  eine  blosse  Conjectur  an
Stelle  des  von  B  erhaltenen  ancillam  an,  das  freilich  eine
schwere  und  ohne  die  Hilfe  des  Ambrosianus  unheilbare  Verderbniss
  enthält.  Die  in  ihm  erhaltenen  Buchstaben  TIBI..  LLAM
führen  auf  folgende  Schreibart  des  Verses:
Ouem  tibi  bellAm  dabo,  natiim  ännos  sexagirita,
die  sich  ihrerseits  leicht  so  verbessern  lässt:
Ouem  tibi  belluläm  dabo,  natam  Annos  sexagiuta.
III.
Most.  v.  615  ff.  fragt  Theopropides,  dem  das  Gebahren
des  Wucherers  ganz  unbegreiflich  vorkommt,  den  Tranio,  was
dies  Alles  bedeute:
            
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