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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 98. Band, (Jahrgang 1881)

Plautiin'sche  Studien.

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Mater  esteunomia  Euclio  noui  genus.  nunc  quid  uis  Liconid  id  uolo
Foscere  filiä  ex  te  tu  habes  Euclio  immo  ecillam  domi. 1
Davon  weicht  D  insofern  ab,  als  er  statt  Liconid,  nach  filiä
und  statt  Euclio  mit  der  nachfolgenden  Lücke  die  gekrümmten
Linien  hat,  durch  welche  in  dieser  Handschrift  der  Personenwechsel ­
  kenntlich  gemacht  zu  werden  pflegt.  Aus  dieser  Ueberlieferung
  nun  stellen  sich,  wenn  man  sie  ohne  durch  die  Lesart
der  Vulgata  beeinflusst  zu  sein  betrachtet,  ganz  ungezwungen
diese  Verse  her:
Mdter  est  Eunömia.
EVCLIO.
Noui  genus.  Nunc  quid  uis?
LYCONIDES.
H6c  uolo.
Nosce  rem.  Filiam  ex  te  tu  habes,  Eüelio.
EVCLIO.
Immo  ecillam  domi.
Die  Lücke,  die  B  nach  Euclio  im  zweiten  Verse  hat,  scheint
darauf  hinzudeuten,  dass  der  wiederholte  Name  einem  Corrector
oder  Abschreiber  verdächtig  erschienen  und  von  ihm  getilgt
worden  ist;  2  das  Zeichen  der  Lücke,  das  er  dafür  setzte,
gerieth  in  D  an  eine  falsche  Stelle.  Also  hier  wird  auch  bei
möglichst  engem  Anschlüsse  an  die  Ueberlieferung  die  Kürze
der  ersten  Silbe  bezeugt.  Was  aber  die  Bedeutung  anbetrifft,
so  unterliegt  es  keinem  Zweifel,  dass  ecillam  hier  mit  eccam
gleichwerthig  ist;  man  braucht  sich  nur  an  Mil.  v.  319  Philocomasium
  eccam  domi  und  v.  330  Quin  domi  eccam  u.  a.  m.  zu
erinnern.
Beides  gilt  auch  von  Persa  v.  247:
Töxilo  has  ferö  tabellas  tüo  ero::  Abi:  ecillüm  domi,
wo  man  einen  Hiatus  beim  Personenwechsel  anzunehmen  hat.
Rud.  v.  567  (II,  7,  18)  lautet  bei  Fleckeisen:
Tegillum  eecillüt  mihi  unum  iret:  id  si  uis  dabo.

1  Zwischen  Euclio  und  immo  ist  leerer  Raum  von  acht  Buchstaben.
2  Vgl.  Most.  v.  495,  wo  die  Personenbezeichnung  den  unmittelbar  vorhergehenden ­
  Namen  des  Theopropides  absorbirt  hat.  Umgekehrt  hat  v.  340
die  vorhergehende  Anrede  Philolaches  eine  falsche  Personenbezeichnung
hervorgerufen.
Sitzungsber.  d.  pliil.-hist.  CI.  XCV1II.  Bd.  III.  Hft.  40
            
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