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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 98. Band, (Jahrgang 1881)

620

Sclienkl.

Persa  v.  392  LIBRORUM  .  .  ILLUM,  also  Raum  für
ecillum  A,  eccillum  B,  ecce  illum  CD
Stich,  v.  536  nos  hecilla  C,  nos  hecilla  D,  nos  ex  illa
B,  NOSSICCILLAM  oder  NOSSECCILLAM
A  (nach  Löwe  ,Anal.  Plaut  ‘  3.  182).
Diese  Lesarten  müssen  die  Frage  hervorrufen,  ob  die
Schreibung  ecillum  irgendwelche  Gründe,  nämlich  metrische
oder  prosodische,  für  sich  hat.  Zu  diesem  Behüte  ist  es  nothwendig
  die  einzelnen  Beispiele,  von  denen  überdies  die  Mehrzahl ­
  corrupt  oder  controvers  ist,  einer  genauen  Prüfung  zu
unterziehen.  Dabei  wollen  wir  zugleich  die  Frage  nach  der
Bedeutung  des  Wortes  erledigen.
Trin.  v.  622
Sed  generum  nostrum  ire  ecillum  uideo  cum  adfini  suo
und  Mil.  v.  789
H&beo  ecillam  meam  cluentam,  meretricem  adulescentulam
beweisen  für  die  Länge  der  ersten  Silbe  nichts  —  freilich  auch
nichts  für  ihre  Kürze  —,  desto  mehr  aber  für  die  Bedeutung.
Denn  aus  dem  ersten  Beispiele  ist  klar,  dass  ecillum  auch  von
Anwesenden  gebraucht  werden  kann  1  und  von  eccum  in  dieser
Hinsicht  sich  nicht  unterscheidet;  und  was  das  zweite  betrifft,
so  ist  die  von  Lindemann  gegebene  Erklärung  (s.  oben)  sicher
falsch.  Periplecomenus  antwortet  auf  die  Frage  Palaestrio’s,
ob  er  jemand  Tauglichen  wüsste,  nicht:  ,Da  hab’  ich  eine  Clientin',
sondern  zeigt  mit  den  Fingern  auf  das  Haus,  in  dem  Acroteleutium
  wohnt,  oder  doch  nach  der  Kiclitung  zu,  in  welcher  dasselbe ­
  liegt,  und  sagt  dazu:  ,Nun  dafür  passt  ja  meine  Clientin,
die  ich  habe,  ausgezeichnet.'  Ecillam  hat  hier  ganz  dieselbe
Bedeutung  wie  ecillum  domi  in  einem  weiter  unten  behandelten
Beispiele  und  unterscheidet  sich  wie  dieses  von  eccum  gar  nicht.
Mehr  Schwierigkeiten  macht  der  Vers  aus  der  Aulularia
(1III,  10,  51  =  774  bei  Wagner),  da  in  diesem  und  im  vorhergehenden ­
  Verse  die  richtige  Lesart  erst  hergestellt  werden
muss.  Durch  die  sorgfältige  Collation  von  Lorenz  sind  wir
in  den  Stand  gesetzt,  die  Emendation  der  Stelle  auf  sicherer
Basis  vornehmen  zu  können.  Dort  finden  sich  nämlich  in  b
die  beiden  folgenden  Zeilen:
1  Was  schon  von  Müller  ,Pros.‘  S.  688  f.  und  Laugen  ,Beitr.‘  S.  3  ff.  bemerkt ­
  worden  ist.
            
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