Plantinische Stadien.
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vorgeschlagene ist. Dieser Vers wird von CI. Sacerdos (p. 35
Endl., Keil Gramm. Lat. VI, S. 458) als Beispiel der Epanalepsis
in folgender Gestalt angeführt :
Pater inquam hospitis me lumine orbauit pater;
Diomedes hingegen (S. 446, 4 K.) lässt das hospitis weg und
ebenso lautet die Ueberlieferung im Codex Neapolitanus des
Charisius (S. 281, 20), in welchem nur das Schlusswort des
Verses mit den darauf folgenden acht Worten an eine falsche
Stelle gerathen ist, während in der Handschrift nach orbauit
nichts verloren gegangen zu sein scheint, wie Keil selbst angibt.
Demnach möchte ich nicht mit Ribbeek pater nach
hospit.es, sondern nach dem ersten Pater, wo es sehr leicht
atisfallen konnte, einsetzen und den Vers als iambischen Oetonar
in folgender Weise messen:
Pater, pater, inqnam, höspites, me lumine orbauit pater.
ii.
Merc. v. 524 ist im Codex Vetus in folgender verderbter
Gestalt zu lesen:
Ouem tibi ancillam dabo, natam annos sexaginta.
Die anderen Handschriften der palatinischen Recension
haben tibi ecce illarn; im Ambrosianus vermochte Ritschl TIB..
.LLam zu entziffern, was er — wenngleich zweifelnd — zu
tilm ülam ergänzt wissen wollte; durch Studemund’s Zeugniss 1
wissen wir wenigstens, dass der Palimpsest TIBI bietet. Im
Ritschl’schen Texte steht die Conjectur Bothe’s, der das sinnlose
ancillam, an dem seit Camerarius niemand — auch Bentley
nicht 2 — Anstoss genommen hatte, in eccillam änderte. Dass
diese Gestaltung des Verses nicht zulässig sei, soll im Folgenden
erwiesen werden.
Zunächst ist sie es schon deshalb nicht, weil es meines
V issens keine einzige Stelle im ganzen Plautus gibt, an welcher
1 jl>e actae StieM Piautinae tempore“ in den G'ommentationes in honorem
Th. Monunseni, Berl. 1877. p. 799.
- Er begnügte sich, das von Parens vor ancillam eingeschobene etiam zu
streichen und dessen Lesart Ocim in Ouem zu ändern.