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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 98. Band, (Jahrgang 1881)

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K  r  e  m  e  r.

X.  S.  46.  Die  ersten  zwei  Verse  sind  bereits  früher  in
Uebersetzung  mitgetheilt  worden.  Zweck  des  Gedichtes  ist
Abwehr  der  von  Abu  Hofaid  gegen  den  Dichter  vorgebrachten
Verunglimpfungen,  dann  Selbstlob  und  Lob  seiner  Verwandten.
S.  47,  Z.  8  1.  JoJLJf;  S.  48,  Z.  3  nach  tXLüu+Jt  schiebe
s  ^  °
ein  yCj,  Z.  15  1.  pJtXa..
XI.  S.  49.  Abwehr  gegen  den  Tadel  einer  Frau,  die
dem  Dichter  den  Vorwurf-  macht,  dass  er  arm  sei.
XII.  S.  50.  Das  Gedicht,  aus  welchem  bereits  früher
die  Verse  S.  51,  V.  2  bis  S.  53,  V.  1  übersetzt  worden  sind,
ist  eines  der  beachtenswerthesten  und  ward  schon  von  den
frühesten  Kritikern  als  echt  anerkannt,  denn  schon  in  dem
Tahdyb  des  Azhary  (f  270  H.)  finden  wir  einen  Vers  (V.  1,
S.  56)  daraus  angeführt.  Die  letzte  Hälfte  des  V.  1,  S.  53
wird  in  dem  Buche  des  'Aly  Ibn  Hamzah:  Altanbyhät  "alä
aghälyt  arrowät,  angeführt,  fol.  40  meiner  Handschrift.
Es  beginnt  mit  der  Beschreibung  des  Fortzuges  des
Stammes,  mit  dem  zugleich  Salmä,  die  Geliebte,  abreist.  Die
auf  den  Kameelen  in  ihren  Sänften  sitzenden  Frauen  werden
mit  Talhbäumen  oder  Asclepiasbäumen  verglichen,  oder  mit
den  aus  einer  überschwemmten  Ebene  emporragenden  Palmen.
Es  folgt  nun  eine  Schilderung  der  Palmen.  Darauf  kehrt  der
Dichter  wieder  zur  fortziehenden  Karawane  zurück:  ,In  der
Sänfte  da  ist  eine  Mustergattin,  eine  keusche,  deren  Anblick
das  Auge  blendet,  ihr  Mund  ist,  wenn  die  Nacht  sie  umhüllt,
wie  eine  Zuckerdattel  ohne  Fehl  und  Makel.“  Gegen  den  Vorwurf, ­
  den  sie  ihm  macht,  dass  er  schon  weisses  Haupthaar  habe,
sagt  er:  ,Nicht  von  den  Jahren  ist  das  Haupthaar  ergraut,
jeden  Anderen  hätten  die  Schicksalsschläge  noch  mehr  verändert ­
  als  mich,  es  sei  denn,  er  wäre  so  hart  wie  eine  Schwertklinge ­
  vom  besten  Stahl.“  S.  54,  55.
Hiemit  geht  er  zu  dem  beliebten  Thema  des  Selbstlobes
über  und  erzählt,  was  er  Alles  ausgehalten  habe,  S.  55,  und
wie  freigebig  und  gastfreundlich  er  sei.
,Wenn  einst  die  Kameele  mein  morsches  Gebein  zertreten, ­
  so  habe  ich  mich  im  Voraus  dafür  schon  an  ihnen  gerächt ­
  (indem  ich  so  viele  Kameele  zur  Bewirthung  der  Gäste
geschlachtet  habe).  Ich  knausere  nicht  mit  fetten  Bissen  vom
            
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