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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 98. Band, (Jahrgang 1881)

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Krem  er.

Kraft  war  früher  nie  gebrochen,  lang  ist  die  Zeit,  ewig  fortgedehnt. ­
  Der  Tag  und  die  Nacht  ziehen  auf  mich  heran  und
beide,  nachdem  sie  entschwunden,  kehren  wieder  zurück.  Ein
Tag  gleicht  dem  früheren,  er  fliesst  dahin,  ich  werde  schwächer
und  er  bleibt  in  voller  Kraft.  Meinen  Stamm  habe  ich  vertheidigt,
  wenn  mich  die  'Amiriden  zu  Hilfe  riefen;  am  Tage
(der  Schlacht)  von  Ghabyt,  da  waren  vorher  (zu  mir)  gekommen ­
  die  Abgesandten.  Da  wankten  die  Grundfesten  jedes
Stammes,  während  die  Reitertruppe  des  tapferen  Königs  die
Angriffe  abwehrte.  Ich  habe  gewahrt  meine  Ehre  vor  Verunglimpfung ­
  ;  fürwahr  glücklich  ist,  wer  da  rein  blieb  von  Beschmutzung. ­
  Ich  zittere  nicht,  wenn  die  Staubwolken  verdunkelt ­
  werden  vom  Geschwirre  der  Pfeile  und  wenn  erbebt
der  Feigling/  S.  25,  V.  4  bis  S.  27,  V.  5.  —  S.  23,  Z.  1  1.
S.  24,  Z.  12  1.  S.  26,  Z.  6  1.  J^JI,  Z.  20  1.
Lssikf  statt  LäNJa'.
VIII.  S.  28.  Trauer  über  Arbad’s  Tod.  Der  Inhalt  ist
nicht  von  besonderer  Bedeutung,  nur  der  V.  2,  S.  29  ist  beachtenswerth,
  weil  der  Dichter  darin  einem  Iliinjarenhäuptling
für  die  ihm  gewährte  Hilfe  den  Dank  ausspricht.  Dieser  südarabische ­
  Fürst  hauste,  wie  aus  V.  4,  S.  29  erhellt,  in  der
alten,  geschichtlich  merkwürdigen  Himjarenveste  Chamir,  denn
scheint  eine  wegen  des  Versmaasses  hievon  unregelmässig
gebildete  Diminutivform  zu  sein.  V.  1,  S.  30  berichtet  auch,
dass  die  Unterstützung,  die  dieser  Fürst  ihm  gewährte,  in  einem
Freibriefe  oder  einer  Schatzanweisung,  ein  sprechendes  Pergament ­
  nennt  er  es,  und  einem  bewaffneten  abessinischen
Sclaven  bestand.  Nach  dem  Commentar  war  dieser  Fürst  ein
abessinischer  Prinz  ii)yk*  So  ist  nämlich  zu
lesen,  obgleich  in  der  Handschrift  4)jXo  ^.x>  steht.
s.  28,  z.  31.  r yat.
IX.  S.  30.  Rückblicke  auf  einen  bewegten  Lebenslauf
in  einer  Reihe  von  ziemlich  lose  aneinander  gereihten  Bildern.
Er  schildert,  wie  er  mit  Fürsten  und  Gemeinen  verkehrt  habe,
gedenkt  mit  Trauer  der  Verwandten,  die  durch  den  Tod  ihm
entrissen  wurden.  Er  sei  auf  Alles  gefasst,  und  wenn  sein
Geschick  ihn  nicht  mit  Frohem  überrasche,  so  wundere  dies
ihn  gar  nicht.  V.  5,  S.  31.  Ich  bin  ja,  sagt  er,  kein  Fels-
            
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