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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 98. Band, (Jahrgang 1881)

TJeber  die  Gedichte  des  Labyd.

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IV.
Nach  den  vorhergehenden  kritischen  Untersuchungen  über
Labyds  Gedichte  im  Allgemeinen,  ihre  Echtheit  und  die  Art
ihrer  Ueberlieferung  bleibt  es  noch  unsere  Aufgabe,  die  Gedichte ­
  im  Einzelnen  zu  prüfen  und  namentlich  den  Text  sicherzustellen. ­
  Es  ist  zu  diesem  Zwecke  die  Originalhandschrift
mit  der  gedruckten  Ausgabe  sorgfältig  verglichen  worden.
Der  Herausgeber  als  Orientale  besass  nicht  die  nöthige  Erfahrung ­
  der  mit  der  Herausgabe  eines  arabischen  Textes  in
Europa  verbundenen  Schwierigkeiten.  Er  schenkte  dem  Setzer
zu  viel  Vertrauen,  sah  die  Correcturproben  nur  oberflächlich
durch  und  so  blieben  viele  Druckfehler  im  Texte  stehen.  Besonders ­
  sind  falsche  Trennungen  der  Wörter  sehr  häufig.  Ich
beschränke  mich  im  Nachfolgenden  auf  die  Berichtigung  des
Nothwendigsten.  1
I.  S.  1—4.  Das  Gedicht  hat  einen  Sieg  des  Stammes
Ka'b  über  die  beiden  Stämme  Morrän  und  Harym  zum  Gegenstände. ­
  Es  beginnt  mit  der  Erwähnung  des  verlassenen  Lagerplatzes, ­
  V.  1—3,  schildert  daun  den  Ritt  durch  die  Wüste  auf
einer  ausdauernden  Kameelstute,  S.  2,  V.  1,  führt  den  Vergleich ­
  derselben  mit  einem  Wildesel  durch  und  beschreibt  das
Treiben  des  Wildeselpaares  in  der  Wüste,  S.  2  und  3,  erwähnt ­
  dann  die  den  beiden  Stämmen  Morrän  und  Harym  im
Kampfe  von  Nochail  bereitete  Niederlage  und  endet  mit  dem
Kobe  des  Stammes  Ka'b.  S.  1,  Z.  6  ist  Ergänzung  des
Herausgebers,  indem  an  dieser  Stelle  die  Handschrift  durch
Wurmstiche  beschädigt  ist.  S.  2,  Z.  17  1.  ;  S.  3,  Z.  5
1.  pJ.*j  statt  y-lüj;  S.  4,  Z.  11  1.  ebenso  Z.  12,  13,
Z.  16  und  17  ^ct  au-lc  iäiLsfLo.  Diese  Worte  sind
Ergänzung  des  Herausgebers,  indem  die  Handschrift  hier  beschädigt ­
  ist.
II.  S.  5.  Zum  Lobe  seiner  Stammesgenossen.  Das  Gedicht ­
  beginnt  mit  der  Erwähnung  der  eigenen  kühnen  und
1  Zum  Texte  der  Gediehte  habe  ich  alle  Lesarten  der  Originalhandschrift
aufgenommen.  Wo  dieselbe  fehlerhafte  oder  zweifelhafte  Lesarten  bietet,
die  der  Herausgeber  stillschweigend  verbessert  hat,  setzte  ich  MS.  vor.
            
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