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K r e m e r.
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Eine nabatäische Inschrift von Salchad lautet: Dieses
(Denkmal) erbaute Rauhu, Sohn des Matbu, Sohnes des Aklabu,
Sohnes des Rauhu, zu Ehren der Allät, ihrer Göttin. 1 Die
Inschrift ist vom Jahre 57 Ch. Der Ausdruck für Göttin
ist mb«.
Hier ist Allät der specielle Name, und mit dem Ausdrucke
elöhah, ilähah wird die Gottheit im Allgemeinen bezeichnet.
Auch auf den sabäischen Inschriften finden wir den Namen
elöh (iläh) und elöhah (ilähah) im Gebrauche, und zwar in
einer Zeit wo die alte heidnische Religion noch nicht vom
Christenthum verdrängt war. Wenn nun in arabischen Texten
unmittelbar aus der Zeit vor Mohammed das Wort Allah zur
Bezeichnung des Gottesbegriffes vorkommt, so können wir
hierin nichts Befremdendes sehen. Das Christenthum ebenso
wie das Judenthum hatten tiefe Wurzeln unter den arabischen
Stämmen gefasst. Besonders die Ostsyrien bewohnenden Stämme
scheinen geraume Zeit vor dem Islam zum Christenthum sich
bekannt zu haben. Wir besitzen eine arabische Inschrift vom
Jahre 568 Ch., laut welcher ein arabischer Phylarche in Haurän
eine Capelle zu Ehren Johannes des Täufers errichtete und
dies durch eine Inschrift in arabischer Sprache und Schrift
verewigte. 2
1 Vogüe S. 116.
2 Diese Inschrift ist bei Yogüe: Syrie centrale S. 117, abgebildet. Wenn
Professor Nöldeke in seiner Abhandlung über den Gottesnamen El in
den Monatsberichten der Berliner Akademie 1880, S. 770, den Namen des
Erbauers Shorähyl lesen will, so steht dem die deutliche Schrift der
genauen Copie von Yogüe ebenso wie die griechische Transscription m
Aaapca]Xos entgegen. Der arabische Text der Inschrift ist übrigens bisher
nicht richtig entziffert worden. Bei Vogüe liest man: Sharahbil, fiis de
Dhalimou, j’ai bati cette chapelle. Oh! Seigneur Jean reculez
l’heure de ma mort! Quod bonum, faustumque sit! Die richtige Transscription
lautet wie folgt:
1(3 Lw.» y+Xlo
Also in deutscher Uebersetzung wie folgt: Ashrahyl, Sohn des Dalemu,
erbaute diese Capelle (p.apxupiov) dem Propheten Johannes dem Täufei.
Gestraft wird, wer sie beschädigt. — Glück und Heil! Ich will nur die