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K r e m e r.
Stelle vor, S. 25, V. 3 ff.: ,Sie Hessen ihre Gewänder auf
ihren Schamtheilen und so liegen sie in den Vorhallen der
Grabkammern im (ewigen) Schlafe/
Wie wir nun aus dem Reiseberichte Ch. Doughty’s, des
ersten europäischen Erforschers von Madam Salib, entnehmen,
waren die Leichen der Tamuditen, d. i. der dort angesiedelten
Nabatäer, in leinene Laken gewickelt, deren Reste noch jetzt
-Cin
den Vorhallen (iLuit) der Grabkammern, die durchwegs in
den Fels gehauen sind, herumliegen. Der Dichter scheint also in
Madäi'n §älih, der Nekropole der Tamuditen, gewesen zu sein. 1
Auch landschaftliche Bilder, die durch ihre Frische und
Lebendigkeit sich auszeichnen, führt uns der Dichter vor und
liefert hiemit den Beweis, dass er nicht erfindet, sondern seine
eigenen Eindrücke wiedergibt. Diese Schilderungen weisen
durchwegs auf Ostarabien und die Küstenlandschaften des
Persischen Golfes.
So lautet eine Stelle in dem Gedichte S. 51, V. 2, wo
der Abschied von der Geliebten erzählt wird, die mit ihren
Stammesgenossen fortzieht: ,Es scheint, als wären die Kameele,
auf denen die Frauen am frühen Morgen fortziehen, Talk-Bäume
von Saläil, die dort hoch in dem Haine emporragen,
oder Asclepias-Bäume ('oshar, d. i. Asclepias gigantea), oder
als wäre da ein Saatfeld, reichlich bewässert, aus dem mit
dunklem Geäste die Palmen hervorragen, Palmen von Hagar,
kurze, dickstämmige und langstämmige, an welchen oben
die Fruchtdolden sich entwickeln, noch mit geschlossener
1 In einem Schreiben an mich vom 7. Februar 1879 sagt Douglity wie
folgt: Medäi'n Qalih, the reported Troglodite cities, are about a hundred
funeral chambers excavated in the sandstone rock, the same as that at
Petra with greekish froutispices, finished with the Ornament of degrees
above, which is as common, but not the only kind at Petra. Over the
doors is a pannel containing ve'ry often a wellcut monumental inscription,
above that in many of the better sort is the robust figure of a bird, as
the Arabs think a falcon or seafowl: as they have all lost their heads lt
might have been for the owl. Within the chambers are recesses or
shelves. The tombs are sunk in its floors. In the sepulchres, if not filled
with driven sand, are seen a quantity of human bones. Upon the soil are
strewn coarse and fine shreds of funeral linen and leathers smeared with a
bituminons matter and burried in the sand of the floor are particles of an
aromatic substance, which the Arabs suppose to be frankincense (bakhoor).