lieber die Gedichte des Labyd.
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Hiemit ist die Vergleichung zwischen der Mo'allakah
und den Gedichten noch nicht erschöpft, aber ich glaube das
minder Wichtige beiseite lassen zu können.
Das Gesagte dürfte genügen, um, meines Erachtens, den
Beweis für den innigen sachlichen und sprachlichen Zusammenhang
der dem Labyd zugeschriebenen Gedichte und der unter
seinem Namen bekannten Mo'allakah für hergestellt anzusehen.
Ist letztere echt, so spricht demnach alle Wahrscheinlichkeit
dafür, dass die Gedichte in ihrem wesentlichen Inhalte auch
echt seien.
Die Einwendung, dass letztere mit Absicht im Style der
Mo'allakah geschrieben worden seien, um sie dem Labyd unterzuschieben,
scheint mir unhaltbar. Denn wäre dies der Fall,
so hätte eine solche Fälschung doch nur in jener Epoche geschehen
können, wo man in Kufa oder Bassora mit plötzlich
erwachter Begeisterung die alten Gedichte suchte und sammelte.
Der Betrug hätte wohl nur von einem jener gelehrten, aber nicht
gewissenhaften Philologen ausgeübt werden können, die wie
flammäd (alräwijah) oder Chalaf (alahmar) ihren Vorrath alter,
echter Dichtungen künstlich durch selbsterfundene zu vermehren
suchten. Sie hatten nun zwar die alte Sprache, die
Eigentliümlichkeiten der dichterischen Darstellung vollkommen
in ihrer Gewalt, aber wo es sich um die lebendige Naturanschauung,
die Localfarbe handelte, konnten sie nichts Selbstständiges,
eigen. Erfundenes und Empfundenes hervorbriugen.
Nun begegnen wir aber gerade in den Gedichten des
Labyd eigentümlichen, auf lebendiger Selbstanschauung beruhenden
Darstellungen. Ich will dies mit dem Texte an der
Hand nachzuweisen versuchen.
Das Gedicht, welches S. 24, V. 5 beginnt, wird nicht
blos von anderen alten Kennern als echt angeführt, 1 sondern
es enthält auch einen ganz localen Zug, der die Vermutung
einer Fälschung ausschliesst. Es ist nämlich von den alten Volksstämmen
'Ad und Tamud ^die Kede und kommt die folgende
1 Aghäny XIV, 94.
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