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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 98. Band, (Jahrgang 1881)

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K  rem  e  r.

Brust,  dann  stiess  er  sie  (die  Stute)  in  die  Mitte  des  Bergwassers ­
  und  schwamm.'
Hier  haben  wir  ganz  dasselbe  Bild  zum  Theile  mit  denselben ­
  Worten:  Jl  dann  iLeL-J  JhhJo  =  Ja—
V^ihL,  e \p\.

Ein  anderes  Bild,  das  eben  so  gerne  vorgeführt  wird,  ist
das  der  Wildkuh,  die  erschreckt  in  einer  regnerischen,  stürmischen ­
  Nacht  unter  einem  Baume  Obdach  sucht  und  sich  im
\
Sande  eine  Ruhestätte  aushöhlt.  In  der  Mo'allakah  findet  sich
dasselbe  Bild.  V.  40:  ,Sie  (die  Wildkuh)  verbrachte  die  Nacht,
während  der  Regen  ohne  Unterlass  strömte  und  mit  seinem
Gusse  die  Niederungen  tränkte.  V.  41:  Sie  höhlte  den  verdorrten ­
  Stamm  eines  vereinzelten  Baumes  aus  am  Rande  der
Sanddünen,  deren  Flugsand  stets  im  Flusse  ist  (d.  i.  der,  sobald ­
  sie  eine  Vertiefung  ausscharrt,  dieselbe  wieder  ausfüllt).
V.  42:  Ein  unaufhörlicher  Regen  rieselt  auf  ihren  Rücken  in
einer  Nacht,  wo  die  Wolken  die  Gestirne  verhüllen/
Dasselbe  Bild  kehrt  in  den  Gedichten  wieder,  S.  59,  V.  3:
,Sie  übernachtet  unter  dem  Schutze  eines  Artäbaumes,  wo  sie
den  Boden  aufscharrt,  während  in  ihrem  Innern  sie  des  verlornen ­
  Kälbchens  gedenkt  (das  ein  Löwe  zerrissen).  S.  60,
V.  1  will  sie  ein  bischen  ausrasten,  nachdem  sie  (den  Sand)
ausgescharrt,  so  hält  doch  die  Grube  am  Arfä-Baume  nicht
Stand,  V.  2:  denn  sie  baut  sich  ja  Wohnstätten  auf  dem
Wüstenboden,  die  vernichtet  werden  durch  den  stets  nachstürzenden ­
  Flugsand.  V.  3:  So  vergeht  ihr  die  ganze  Nacht,
bis  die  Sterne  schwinden  und  der  Morgen  anbricht.
Um  aber  die  Uebereinstimmung  vollständig  zu  machen,
folgt  nun  in  Beiden,  der  Mo'allakah  sowie  dem  Gedichte,  die
Scene,  wo  die  Wildkuh  von  dem  Jäger  erspäht  wird,  der  seine
Hunde  auf  sie  hetzt.
Mo'allakah  V.  56  drückt  den  Gedanken  aus,  dass  der
Dichter  ein  Land,  wo  er  sich  nicht  behaglich  fühlt,  zu  verlassen ­
  stets  bereit  sei.  Hiermit  stimmt  der  Inhalt  des  Verses
S.  102  überein:  ,Ich  ziehe  fort,  wenn  ich  Schmach  besorge  in
einem  Lande,  nur  der  Schwächling  kommt  nicht  von  der  Stelle'.
Um  nicht  diese  Vergleichung  über  Maass  auszudehnen,  will
ich  nur  auf  die  Uebereinstimmung  zwischen  Mo'allakah  V.  69
            
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