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K reine r.
Schriftzuge mit Sorgfalt angefertigt. Der Text der Verse ist
durchaus mit den Vocalzeichen versehen, der Commentar nur
an den wichtigeren Stellen.
Die im Ganzen gut erhaltene Handschrift zeigt nur hie und
da Wurmstiche, besonders an den ersten Blättern. Es sind hiedurch
an einzelnen Stellen manche Wörter verstümmelt, die von
dem Herausgeber durchwegs gut restituirt worden sind. Das
erste, durch Wurmstiche beschädigte Blatt ward dadurch gesichert,
dass ein orientalischer Buchbinder auf der Titelseite
ein Blatt aufklebte, so dass der Titel nur dann sichtbar wird,
wenn man das Blatt gegen das Licht hält. Man liest dann
ganz deutlich die Worte: lLcJ jJUm
Der erste Band enthält nämlich die Mo'allakah des Labyd
mit weitläufigem Commentar, der vorliegende zweite Theil aber
die übrigen Gedichte, und zwar in der Kedaction des Tusy.
Am oberen Rande des Titelblattes, also nicht zum Titel gehörig,
findet sich von anderer Hand, doch in altem Schriftzuge,
folgende Note: ^ xlüdu.£ LÜÄilj Liaj sLgjl.
Der Herausgeber hat mit Unrecht diesen Zusatz in die Titelschrift
aufgenommen. Er las auch statt »Lgil — das Wort
ist etwas verstümmelt — sikxd.
Wir haben also den Text der bisher verloren geglaubten
Gedichte des Labyd vor uns, und zwar in der von Tusy überlieferten
Form.
Wer war nun dieser Tusy? Diese Frage muss zuerst
beantwortet werden, wenn wir über den Werth des Textes
einigermassen uns beruhigen wollen.
Nun nennt uns die älteste arabische Literaturgeschichte 1
den Tusy als den Sammler und Herausgeber einer Anzahl
alter Dichter. Weiteres über ihn erfahren wir aus den Biographien
der Philologen von Anbäry, 2 wo eine kurze Notiz
über ihn sich findet, aus der wir lernen, dass er ein Schüler
des berühmten Ibn ’A'räby (f 231 oder 233 H.) war und mit
Ihn Sikkyt (y 244 H.) viele wissenschaftliche Zänkereien hatte. J
1 Fihrist, p. 157, 158.
2 Nozhat alalibbä’ fy tabakät alodabä’, Ausgabe von Kairo, S. 242.
3 Vgl. Flügel: Die grammatischen Schulen der Araber, S. 156.