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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 98. Band, (Jahrgang 1881)

Tod  tenniah].

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Ueber  die  Inschriften  auf  vier  Exemplaren,  welche
Sallet  neben  der  Münze  von  Bizye  seiner  Ansicht  zu  Grunde
zu  legen,  ich  möchte  lieber  sagen,  anzupassen  sucht,  will  ich  nur
das  Eine  hier  bemerken,  dass  die  Lesung  HPQI  auf  dem  Mannheimer ­
  Relief  durchaus  nicht  anzutasten  ist.  Michaelis  hat
das  kürzlich  durch  Nachvergleichung  festgestellt  und  meine
eigene  früher  von  dem  Originale  genommene  Abschrift  bestätigt
es  gleichfalls.
Man  konnte  erwarten,  dass  die  Sallet  noch  nicht  bekannten ­
  Funde  im  Asklepieion  zu  Athen  zu  Gunsten  der
Deutung  von  Todtenmahlreliefs  auf  Asklepios  würden  geltend
gemacht  werden  und  soeben  geschieht  das  auch  durch  Weil. 1
Es  wurden  nämlich  im  Jahre  1876/77  bei  den  Ausgrabungen ­
  am  Südabhange  der  Akropolis  unter  den  Ruinen  des
Asklepiosheiligthums  auch  mehrere  sogenannte  Todtenmahlreliefs ­
  gefunden, 2  jedoch  auch  einzelne  ganz  gewöhnliche  Grabstelen. ­
 3  Zunächst  wäre  inan  nicht  berechtigt,  darauf  mehr
Gewicht  zu  legen  als  auf  den  Fund  von  Grabsteinen  in  derselben ­
  Gegend  im  Dionysischen  Theater,  im  Odeion  des  Herodes
und  am  Olympieion.  Schon  Kumanudis 4  hat  betont,  dass  dergleichen ­
  Stücke  an  diesen  Stellen  durchaus  nicht  an  seinem
ursprünglichen  Platze  zu  sein  brauchen,  so  wenig  wie  oben
auf  der  Akropolis  selbst  gefundene  Grabreliefs.  Die  Verbauung
alten  Materials  in  christlich-türkischer  Zeit  hat  viel  umhergebracht. ­

Der  Art  lässt  sich  aber  allerdings  nicht  beseitigen  das
ausdrücklich  inschriftlich  nach  einem  auch  auf  drei  anderen
Anathemen  genannten  Priester  Diophanes  datirte  Exemplar,
bei  Duhn,  Nr.  94.  Dass  Diophanes  in  der  That  ein  Asklepiospriester ­
  war,  wird  gegen  den  Zweifel  Dittenbergers 5  durch
das  Relief  Duhn  Nr.  115  besonders  gestützt.  Köhler 6  schlägt
vor,  diese  so  an  das  Asklepieion  gebundenen  Reliefs  mit
dem  daselbst  gefeierten  Feste  der  'Ilpüa  zusammenzubringen,
1  Zeitschrift  für  Numismatik  VIII,  S.  101.
*  S.  u.  A.  von  Duhn  in  Arebaeolog.  Zeit.  XXXV,  S.  167  f.
3  v.  Duhn,  a.  a.  O.,  S.  168  f.
*  a.  a.  0.,  rsü..  y.V.
5  C.  I.  Att.  III,  229.
In  Mittheil,  des  deutschen  archaeol.  Instituts  11,  S.  245  f.
            
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