Skip to main content Jump to sidebar

Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 98. Band, (Jahrgang 1881)

Miklosich.  Beiträge  znr  Lautlehre  der  rumun.  Dialekte.  Vocal.  I.

519

Beiträge  zur  Lautlehre  der  rumunischen  Dialekte.
Yocalismus.  I.
Von
Dr.  Franz  Miklosieh,
wirkl.  Mitgliede  der  kaia.  Akademie  der  Wissenschaften.

U  ie  Lautlehre  der  rumunischen  Dialekte  behandelt  die
Laute  des  macedo-,  des  istro-  und  des  daeo-rumunischen:  nach
unserer  gegenwärtigen  Kenntniss  des  rumunischen  dürfen  wir
diese  und  nur  diese  drei  Dialekte  annehmen.
Die  Untersuchung  der  Laute  soll  eine  historische,  d.  i.
eine  solche  sein,  die  von  den  dem  rumunischen  zu  Grunde  liegenden ­
  Lauten  ausgeht:  als  solche  Laute  sind  bei  der  überwiegenden ­
  Mehrzahl  der  Worte,  bei  dem  Grundstock  der  Sprache,
die  lateinischen  anzusehen.  Neben  den  lateinischen  müssen
namentlich  die  albanischen  und  die  slavischen  Laute  berücksichtigt ­
  werden.
Den  Übergang  eines  Lautes  in  einen  anderen  erklärt  die
Phonetik,  die  ein  Theil  der  Physiologie  ist,  die  jedoch  bei
dieser  Untersuchung  der  Sprachgeschichte  nicht  entrathen  kann.
Damit  der  Leser  von  den  eigentümlichen  Lautgesetzen
des  rumunischen  eine  Vorstellung  gewinne  und  erkenne,  an
welche  Sprache  der  Forscher  beim  Studium  des  rumunischen
gewiesen  ist,  folgt  hier  die  Darstellung  einer  kleinen  Anzahl
von  rumunischen  Worten.
Dem  lat.  sitis  entspricht  im  rumun.  regelrecht  sedte,  ursprünglich ­
  seate,  cdvTt,  dessen  ea,  "k  nach  dem  Zeugnisse  der
Sprachgeschichte  aus  offenem  e  entstanden  ist,  richtiger,  das
offene  e  selbst  bezeichnet-  Die  Physiologie  soll  nun  zeigen,
wie  es  kömmt,  dass  betontes  e  vor  gewissen  Lauten  in  offenes
e >  ea  übergeht.  Allein  woher  stammt  das  erste  e  von  sefe  ?
Die  Sprachgeschichte  lehrt,  dass  das  erste  e  in  sete  (und  nur
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.