Miklosich. Beiträge znr Lautlehre der rumun. Dialekte. Vocal. I.
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Beiträge zur Lautlehre der rumunischen Dialekte.
Yocalismus. I.
Von
Dr. Franz Miklosieh,
wirkl. Mitgliede der kaia. Akademie der Wissenschaften.
U ie Lautlehre der rumunischen Dialekte behandelt die
Laute des macedo-, des istro- und des daeo-rumunischen: nach
unserer gegenwärtigen Kenntniss des rumunischen dürfen wir
diese und nur diese drei Dialekte annehmen.
Die Untersuchung der Laute soll eine historische, d. i.
eine solche sein, die von den dem rumunischen zu Grunde liegenden
Lauten ausgeht: als solche Laute sind bei der überwiegenden
Mehrzahl der Worte, bei dem Grundstock der Sprache,
die lateinischen anzusehen. Neben den lateinischen müssen
namentlich die albanischen und die slavischen Laute berücksichtigt
werden.
Den Übergang eines Lautes in einen anderen erklärt die
Phonetik, die ein Theil der Physiologie ist, die jedoch bei
dieser Untersuchung der Sprachgeschichte nicht entrathen kann.
Damit der Leser von den eigentümlichen Lautgesetzen
des rumunischen eine Vorstellung gewinne und erkenne, an
welche Sprache der Forscher beim Studium des rumunischen
gewiesen ist, folgt hier die Darstellung einer kleinen Anzahl
von rumunischen Worten.
Dem lat. sitis entspricht im rumun. regelrecht sedte, ursprünglich
seate, cdvTt, dessen ea, "k nach dem Zeugnisse der
Sprachgeschichte aus offenem e entstanden ist, richtiger, das
offene e selbst bezeichnet- Die Physiologie soll nun zeigen,
wie es kömmt, dass betontes e vor gewissen Lauten in offenes
e > ea übergeht. Allein woher stammt das erste e von sefe ?
Die Sprachgeschichte lehrt, dass das erste e in sete (und nur