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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 98. Band, (Jahrgang 1881)

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Büdinger.

stehendes  Göttliches  ist;  anderseits  lässt  er 1  ,des  Loos  zutheilenden',
  d.  h.  die  menschlichen  Grundordnungen  bestimmenden ­
  ,Zeus  Tochter,  die  den  Flehenden  gnädige  Themis'  um
eine  günstig  gestaltete  Zukunft  der  die  flüchtigen  Danaiden
Aufnehmenden  anrufen.  Pindar  aber  lässt  besonders  schön  erkennen, ­
  wie  Themis  in  seiner  Zeit  als  eine  der  obersten  Gottheiten ­
  noch  unvergessen  und  doch  schon  zu  attributivem  Werthe
zu  sinken  im  Begriffe  war.  Einerseits  bringen  in  einem  seiner
Hymnenbruchstücke  die  sogleich  noch  näher  zu  erörternden
Mören  ,die  wohlberathene  himmlische  Themis  mit  goldenen
Pferden  von  den  Quellen  des  Okeanos'  —  von  dem  Ursprünge
der  Dinge, 2  also  wie  bei  Aeschylus  anderer  Herkunft  als
die  Götter  —  ,zu  dem  hohen  Aufstiege  des  Olympos  auf  dem
leuchtenden  Pfade,  damit  sie  die  anfängliche  Gemahlin  des
rettenden  Zeus  sei;  und  sie  gebar  die  herrlichen,  Frucht  spendenden, ­
  wahrheitgemässen  Horen  mit  goldenem  Stirnreif'. 3  Im
achten  olympischen  Siegesgesange  verkündet  er,  dass  auf  Aigina
,Themis,  des  gastlichen  Zeus  Throngenossin  hoch  über  Menschen
als  Erretterin  verehrt  wird'.  4  Schon  bemerkt  er  aber  im  elften
Nemeischen  Gesänge,  indem  er  die  heitere  Gastfreiheit  des
Eathhauses  von  Tenedos  preist,  dass  dort  ,des  gastlichen  Zeus

1  ’töotxo  87)  avocxov  ouyav
IxEofoc  Aio;  xXapi'ou.  Schiitzflehende  360.
Pausanias  VIII,  53,  9  sysvsxo  r\  ircbcXqaig  tw  Osto  xoö  xXvjpou  xcbv  xrodöiov  EiW.a
xou  ’ApxaSo;.  Lässt  man  die  Kinder  des  Arkas  fort,  so  erklärt  die  Stelle
doch  hinlänglich,  was  Aeschylus  unter  dem  Zeu;  xXapio;  versteht:  Themis
möge  die  Argiver  auch  in  Zukunft  in  ihrem  Erblande  erhalten.
2  So  deutet  auch  Preller  ganz  richtig-,  dass  aber  hier  eine  dem  Daiva
ähnliche  Sonderstellung  des  Schicksals  vorliege,  scheint  noch  unbemerkt
zu  sein.
3  IIpwxov  [xev  EÖßouXov  0ipiiv  oupavi'av
Xpua^octaiv  ftncoig  Hxsavou  rcapa  juayav
Motpai  7ioii  xXlpuxxa  aEjxvav
ayov  OuXup.;:ou  Xwcapav  xaö’  ooov
aiüx^po;  ap^aiav  aXo^ov  ?txp.EV  *
a  8e  Ta;  ypuaa(j.7:uxa;  ayXaoxapj;ou;  tIxxev  aXaOs'a;  f 'Qpa;.
Pindar  fragmenta  ed.  Dissen  I,  222;  II,  613.
4  Vers  21:  Ivöa  2u>xstpa  Aio;  <;Evfou
jcapEopo;  aoxslxai  0^u;
avÖpiWov.
            
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