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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 98. Band, (Jahrgang 1881)

Eine  nene  Handschrift  der  Orphischen  Argonautiba.

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—  ejAoii;) 1  empfohlen,  den  wir  als  bewusst  onomatopöische
Nachahmung  des  Schlummerliedes  ansehen  dürfen:  so  dass
was  Gesner  mit  feinem  Gefühle  in  Bezug  auf  v.  1005  bemerkt ­
  ,ceterum  mii-arn  mihi  suavitatem  habere  hic  versus
videtur  ex  eo  quod  vex-bis  omnibus  ostendit  et  exprimit  neniam
somni  conciliatricem'  auch  auf  v.  1006  volle  Anwendung  findet.
Man  beachte  auch,  wie  gut  das  Epitheton  aifaXsotc  (weit  besser
als  Hermanns  ciyaXd^v  mit  <pa>  vyjv)  mit  der  durch  die  absichtliche ­
  Wahl  der  Präposition  Cito  angedeuteten  leisen  Bewegung
der  Lippen  zusammenstimmt,  ,unter  denen  hervor'  die  Laute
des  Liedes  sich  hindurchpi’essen  müssen.  Vor  der  angeführten
Conjectur  Hermanns  hat  die  Variante  des  Strah.  auch  den
Vorzug  einer  mehr  übersichtlichen  Vei’theilung  der  Worte
und  der  Entlastung  des  mit  Attributen  überladenen  Accusativs
<5>(i)vt)v  voraus.
1377  ’lawXxov.  Vulgo:  ex’  ’lwXy.bv.  Wegen  der  gewählteren ­
  Wortform  und  Construction  ist  die  Lesart  des  Strah.
der  Vulgate  vorzuziehen.  V.  838,  wo  ebenso  euxTipivrjv  iq
’Ioxa'/sv  überliefert  ist,  stand  leider  auf  dem  im  Strah.  vernichteten ­
  Blatte.
C.  Unter  die  beachtenswerthen  Lesarten  des  Strah.
rechne  ich:
279  dpxüaavxeg  (äprfiyavrsq  vulgo  H).  Da  apxivw  (allerdings ­
  im  Med.)  gerade  von  dem  Befestigen  der  Ruder  an
Riemen  gebraucht  wird  (Od.  §  782,  6  53  rfpzuwnc  3'  epsTp.ä
xpoxol?  ev  Seppwrrfypnjt),  so  Hesse  sich  auch  hier  exi  8’  aut’  ot\mq
Ivrfm  xpupviöev  äpxüaavxei;  rechtfertigen,  obwohl  die  homerische ­
  Sprache  vom  St.  äpui  nur  Präsens  und  Imperfectum  bildet,
den  Aorist  dagegen  vom  St.  äptuv.  Sonst  aber  sind  bekanntlich ­
  Formen  wie  -rjpTÜGa,  äpTuuio  keine  Seltenheit  (vgl.  Kühnei’,
Ausf.  Gramm.  I,  p.  779).  Paläographisch  von  Interesse  ist,
dass  im  Sti-ah.  ebensowohl  r,  statt  des  richtigen  u,  wie  umgekehrt ­
  u  st.  r,  sich  geschrieben  findet:  358  v/q-xoc  st.  v.\jzoq,  642
UXit'CcT’  st.  fjXStYST’.

1  Vgl.  die  Reime  in  der  Ciisur  des  zweiten  und  vierten  Fusses  II.  a.  549,
597,  599,  y  188,  Od.  z  145  —  in  der  Cäsur  des  dritten  und  fünften
Fusses  Od.  x  83,  II.  p  267.
            
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