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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 98. Band, (Jahrgang 1881)

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Schubert.

einer  noch  jüngeren  Hand  herrühren,  als  die  codd.  der  zweiten
Gruppe.
5.  Diese  jüngeren  codd.  lassen  sich  nicht  aus  einem  Codex
der  älteren  Gruppe  herleiten:  denn  ,tanta  est  inter  eos  ac  tarn
perpetua  dissensio,  ut  cum  antiquiores  illi  Voss.,  Vind.,  Ruhnk.
plerumque  in  vera  lectione  consentiant,  hi  fere  falsam  uno
consensu  exhibeant';  vielmehr  gehen  sie  ohne  solche  Vermittlung ­
  auf  den  Archetypus  zurück,  der  jedoch,  wie  schon  bemerkt, ­
  zur  Zeit  ihrer  Entstehung  sich  bereits  in  einem  weiter
vorgerückten  Stadium  der  Verstümmelung  befand.  Indess  ist
6.  das  Verhältniss  der  jüngeren  Gruppe  zum  Archetypus
ein  anderes  als  das  der  älteren  zu  eben  demselben,  insofern
als  Par.,  Vrat.,  Ask.  nicht  alle  in  selbstständiger  Weise  aus
ihm  geflossen  sind,  sondern  nur  einer  derselben  (jetzt  nicht
mehr  bestimmbar,  welcher  —  vielleicht  der  Vrat.)'  der  dann
für  die  übrigen  die  Grundlage  abgegeben  hat.  Den  Hauptbeweis ­
  für  diese  Annahme  findet  Wiel  darin,  dass  von  den
etwa  60  Stellen,  wo  jenes  Specificum  des  Orphischen  Sprachgebrauchs, ­
  das  proteusartige  o\  vorkommt,  dasselbe  an  20  Stellen
in  allen  der  jüngeren  Familie  angehörigen  Handschriften  verdrängt ­
  ist,  während  es  in  der  älteren  Gruppe  consequent  festgehalten ­
  wird.
Hieraus  würde  sich  folgender  Stammbaum  ergeben:
Archetypus
/  ,  P  <
Ruhnk.  Voss.  Vind.
Vratisl.  (?)
I
Die  übrigen  der
jüngeren  Gruppe.
Aug.  1,  2.

Die  Merkmale  des  Strahoviensis  nun  sind  so  ausgeprägt,
dass  es  nicht  schwer  hält,  dessen  Stellung  innerhalb  dieses
Stammbaumes  zu  bestimmen:  allerdings  innerhalb  desselben,
da  leider  auch  er  eine  von  unseren  übrigen  Quellen  unab-
            
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