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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 98. Band, (Jahrgang 1881)

Eine  neue  Handschrift  der  Orphischen  Argonautika.

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Iota  wird  in  der  Regel  nicht  geschrieben,  doch  erscheint  es
besonders  im  dat.  pl.  auf  -rpi  auch  häufig  genug  als  subscriptum;
  Arg.  295  oumji,  382  «poXwji  ist  es  adscribirt.
Accente  und  Spiritus  sind  genau  angegeben  (spitzer  Lenis
z.  B.  Arg.  608  auxap  sywv,  spitzer  Asper  ibid.  e'jcojxyjv,  607  psiV,v,
599  aitap.£VY))  und  gehen  mit  einander  und  den  dazu  geeigneten
Buchstaben  (a,  et,  u,  w)  die  bekannten  Ligaturen  ein.  Der
Gravis  erscheint  auch  am  Versende  und  ist  andererseits  im
Versinneren  oft  so  steil,  dass  er  vom  Acut  nicht  zu  unterscheiden ­
  ist.  Accente  und  Hauchzeichen  stehen  nicht  selten
über  dem  ersten  Vocale  eines  Diphthongs,  Acut  und  Spiritus
sind  oft  so  weit  nach  rechts  gerückt,  dass  sie  über  dem  nächsten ­
  Buchstaben  zu  stehen  kommen.  Bei  Initialen  treten  die
genannten  Zeichen  über  den  Buchstaben;  auf  fol.  155 1  finden
wir  die  Form  ©.  Worttrennung  ist  durch  (mitunter  recht
kleine)  Zwischenräume  angedeutet.  Als  fast  einzige  Interpunction
  zeigt  der  Codex  den  einfachen  Punkt,  vorwiegend
an  der  Höhe  der  Buchstaben,  der  sowohl  statt  des  seltenen
Komma,  als  auch  in  alter  Weise  als  Schlusspunkt  verwendet
wird.  Am  Schlüsse  grösserer  Gedankenabschnitte  wird  Doppelpunkt ­
  :  geschrieben  (Arg.  947,  1159),  zu  dem  sich  am  Ende
von  in  sich  abgeschlossenen  Ganzen  (der  Ai’gonautika,  der
einzelnen  Hymnen  des  Kallimachos  u.  s.  w.)  noch  ein  grosses
rothes  Punctum  gesellt.
Tilgung  eines  Wortes  ist  Arg.  923  durch  Unterpunktirung
bezeichnet  (p.rjy.o;);  dieselbe  Bedeutung  hat  der  doppelte  Punkt  :
über  a  Arg.  1144  vaöcna,  über  dem  Acut  von  eÜ7ceXayou<;  Arg.  168.
Wortumstellung  ist  Callim.  Del.  63  durch  u  a  bezeichnet  (-/.opucprjc
worin  die  im  Texte  nicht  vorkommende  cursive  Form
des  ß  beachtenswerth.
Eine  orthographische  Eigenthümlichkeit  der  Handschrift
ist  es,  das  v  etpeXy..  am  Versende  mit  Vorliebe  wegzulassen;  im
Versinneren  fehlt  es  Arg.  259  xapaolci,  282  touji,  402  y.üas,  448
äuws,  509  äßy.E,  515  exaye,  759  tocu,  1018  ®oXün,  1030  /e,
1045  äapaSeai,  1091  eßops,  1132  xelvoiai,  1138  oyjiatai,  1140  ßsßpcös.
Itacismus  zeigt  sich  Arg.  40  taiSov,  223  SkeXoi  (517  Tx,cXa),  375
äy.iiny  st.  ea-rijciv,  512  öjjuXivu't]?  (1120’  6puXiy.iy)v),  599  und  1102
|hpiv9a  st.  fj^pwöa,  1131  äXxt?  st.  ’AXxei?.
Unter  die  Lieblingsfehler  sind  zu  rechnen:
            
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