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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 98. Band, (Jahrgang 1881)

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S  cliubert.

theile  (Schol.  Callim.  Jov.  77  axo  xaY'/.apTCwv  bis  t»)  ’Apxepibi)
nachgetragen  hat.
Ligaturen  sind  massig  angewandt  und  beschränken  sich
in  den  Argonauticis  auf  «p,  ep,  xp,  to,  io.  Sehr  verschnörkelt
ist  dagegen  das  Wort  ts/.oc  am  Ende  der  Scholien  zu  Kallimachos;
  vgl.  Gardthausen  Taf.  11.  Tachygraphische  Abkürzungen ­
  finden  sich  meist  am  Ende  der  Verse  für  av,  sv,
Y)v,  y;?,  ov,  6v,  outat,  wv  und  in  den  Wörtern  avöpdmov,  -otatv,  -ouc,
y.ai,  Y.ai:t,  p.Yppöp,  cöpaviv,  xaTpöp,  ixaxpi,  iraxpiSo?,  de.  Mit
rother  Tinte,  deren  Farbe  gut  erhalten  ist,  und  zwar  in  etwas
grösserer  Minuskel,  sind  geschrieben:  1)  die  verschiedenen
Ueberschriften  und  (zum  Theil)  die  Schlussangaben,  sowie  die
in  gleicher  Höhe  mit  den  betreffenden  Verszeilen  des  Textes  am
Rande  ausgeworfenen  Namen  der  Argonauten;  2)  die  nach  links
vorgerückten  Anfangsbuchstaben  der  Lemmata  in  den  Scholien
zu  Kallimachos,  der  Verse  Arg.  119—176,  der  Sprüche  in  den
beiden  Theilen  der  Spruchsammlung  u.  s.  w.  Die  eigentlichen
Initialen  sind  roth  in  Uncialschrift,  ohne  Verzierung  oder  einfach ­
  ornamentirt,  und  zwar  in  gleichem  Stile  wie  die  selbstständigen ­
  Ornamente,  wie  sie  zu  Beginn  jedes  der  vier  Bücher
der  Halieutika,  ferner  der  Orphika,  des  Epos  des  Musaios  und
des  zweiten  Theiles  der  Spruchsammlng  Vorkommen  und  deren
bei  allen  wesentlich  gleicher  Charakter  am  meisten  noch  an
Par.  708  a.  1296  (Gardthausen  S.  342)  erinnert.
Kunstvollere  Anordnung  der  Schlusszeilen,  so  dass  die
Grundform  eines  mit  dem  Scheitel  nach  abwärts  gekehrten
Dreieckes  oder  zweier  an  den  Scheiteln  sich  berührender  Dreiecke ­
  entsteht,  findet  sich  namentlich  am  Ende  der  Kallimachosscholien,
  des  Abschnittes  tsa^toc  '  ly.  toü  irspi  aoYxpi’aeo)?  xkotkou
•/.al  Tcevfaq  und  des  zweiten  Theiles  der  Spruchsammlung.
Was  das  Alter  der  Handschrift  betrifft,  so  wird  sich  bei
dem  Mangel  anderer  Anhaltspunkte  dem  Schriftcharakter  nach
wohl  nur  die  negative  Bestimmung  treffen  lassen,  dass  dieselbe ­
  nicht  später  zu  setzen  ist,  als  in  die  Mitte  des  XV.  Jahrhunderts; ­
  denn  das  punktirte  Iota,  neben  welchem  auch  in
älterer  Weise  das  nicht  punktirte  häufig  vorkommt,  hat  immer
zwei  Punkte  V,  niemals  die  Form  t,  die  erst  gegen  das  Ende
des  XV.  Jahrhunderts  entsteht.  Auf  saec.  XV  weist  auch  das
Format  der  Handschrift  hin  (Gardth.  S.  63).  Das  stumme
            
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