Eine nene Handschrift der Orphischen Argonautika.
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Die sehr gut erhaltene, auf der Aussenseite der (modernen)
Einbanddecke mittelst eines aufgeklebten Zettels mit ,MST
grosser Kasten Nr. 30', auf deren Innenseite mit x II. 10 a
signirte Handschrift, ein Folioband von 31 Cm. Höhe, 20 Cm.
Breite, ist mit schwarzer Tinte auf starkem, glatt schimmerndem
Papiere geschrieben, dessen Wasserzeichen der Anker
ist. Auf jeder Seite, sofern sie vollbeschrieben, 1 stehen 30 per
extensum (nur fol. 109 a zweispaltig) geschriebene Zeilen (mit
Ausnahme von fol. 14 amuib m it j e 26 Zeilen), deren Horizontallinien
mit stumpfem Griffel eingedrückt sind. Durch je ein
Paar eben solcher, ziemlich enge an einander gerückter Verticallinien,
welche auf den Endpunkten der Horizontalen senkrecht
aufstehend die Seiten in deren ganzer Höhe durchsetzen, ist
der Schriftraum gegen den äusseren und inneren Rand (jener
6'/ 2 Cm., dieser 2 Cm. breit) abgegrenzt. Die Verticallinien
sind 2 Cm. unterhalb der letzten und etwa 1 '/ 2 Cm. oberhalb
der ersten Zeile des Textes durch je eine gleichfalls eingedrückte
Horizontale verbünden. Der untere Rand jeder Seite
beträgt 9, der obere 2 Cm. Am unteren Rande von fol. 40 a
befindet sich die Quaternionenzahl sX, an der entsprechenden
Stelle von fol. 48 a «X (Beginn der Orphischen Argonautika),
von fol. 56 a ßX, von fol. 63 a yX- (Zwischen fol. 60 und 61
ist, wie noch Reste zeigen, ein Blatt ausgeschnitten oder ausgerissen.)
Sonst ist derlei Bezeichnung unterlassen. Die Prosazeilen
(11 >/ 2 Cm.) enthalten durchschnittlich 49 Buchstaben.
Die Handschrift, welche aller Interlinear- oder Marginalglossen
und Variantenangaben entbehrt, ist in steiler Minuskel
ausserordentlich zierlich und sorgfältig von Anfang bis zu
Ende von einer und derselben Hand geschrieben, welche auch
die im Ganzen seltenen Correcturen entweder zwischen den
Zeilen (z. B. Arg. 852 y.a-ra über rcapa, 949 at über dem e von
■/.paTsib) oder am Rande bald noch innerhalb des Schriftraumes
(Arg. 923 (jlvjy.o? durch Unterpunktirung getilgt und seitwärts
oberhalb x.ijp,o(;) bald ausserhalb desselben (Callim. Jov. 34
y.ssjögöv [im Texte steht '/.euGpriv’]) ausgeführt oder aus Versehen
weggelassene Verse (Opp. hal. I, 327, 536, 538) oder Satz-1
Bios fol. 8* hat nur 9 Zeilen, dann leeren Raum; ebenso fol. 30"- nach
18 Zeilen.