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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 98. Band, (Jahrgang 1881)

Eine  nene  Handschrift  der  Orphischen  Argonautika.

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Die  sehr  gut  erhaltene,  auf  der  Aussenseite  der  (modernen)
Einbanddecke  mittelst  eines  aufgeklebten  Zettels  mit  ,MST
grosser  Kasten  Nr.  30',  auf  deren  Innenseite  mit  x  II.  10  a
signirte  Handschrift,  ein  Folioband  von  31  Cm.  Höhe,  20  Cm.
Breite,  ist  mit  schwarzer  Tinte  auf  starkem,  glatt  schimmerndem ­
  Papiere  geschrieben,  dessen  Wasserzeichen  der  Anker
ist.  Auf  jeder  Seite,  sofern  sie  vollbeschrieben, 1  stehen  30  per
extensum  (nur  fol.  109 a  zweispaltig)  geschriebene  Zeilen  (mit
Ausnahme  von  fol.  14 amuib  m it  j e  26  Zeilen),  deren  Horizontallinien ­
  mit  stumpfem  Griffel  eingedrückt  sind.  Durch  je  ein
Paar  eben  solcher,  ziemlich  enge  an  einander  gerückter  Verticallinien,
  welche  auf  den  Endpunkten  der  Horizontalen  senkrecht
aufstehend  die  Seiten  in  deren  ganzer  Höhe  durchsetzen,  ist
der  Schriftraum  gegen  den  äusseren  und  inneren  Rand  (jener
6'/ 2  Cm.,  dieser  2  Cm.  breit)  abgegrenzt.  Die  Verticallinien
sind  2  Cm.  unterhalb  der  letzten  und  etwa  1  '/ 2  Cm.  oberhalb
der  ersten  Zeile  des  Textes  durch  je  eine  gleichfalls  eingedrückte ­
  Horizontale  verbünden.  Der  untere  Rand  jeder  Seite
beträgt  9,  der  obere  2  Cm.  Am  unteren  Rande  von  fol.  40 a
befindet  sich  die  Quaternionenzahl  sX,  an  der  entsprechenden
Stelle  von  fol.  48  a  «X  (Beginn  der  Orphischen  Argonautika),
von  fol.  56 a  ßX,  von  fol.  63 a  yX-  (Zwischen  fol.  60  und  61
ist,  wie  noch  Reste  zeigen,  ein  Blatt  ausgeschnitten  oder  ausgerissen.) ­
  Sonst  ist  derlei  Bezeichnung  unterlassen.  Die  Prosazeilen ­
  (11  >/ 2  Cm.)  enthalten  durchschnittlich  49  Buchstaben.
Die  Handschrift,  welche  aller  Interlinear-  oder  Marginalglossen ­
  und  Variantenangaben  entbehrt,  ist  in  steiler  Minuskel
ausserordentlich  zierlich  und  sorgfältig  von  Anfang  bis  zu
Ende  von  einer  und  derselben  Hand  geschrieben,  welche  auch
die  im  Ganzen  seltenen  Correcturen  entweder  zwischen  den
Zeilen  (z.  B.  Arg.  852  y.a-ra  über  rcapa,  949  at  über  dem  e  von
■/.paTsib)  oder  am  Rande  bald  noch  innerhalb  des  Schriftraumes
(Arg.  923  (jlvjy.o?  durch  Unterpunktirung  getilgt  und  seitwärts
oberhalb  x.ijp,o(;)  bald  ausserhalb  desselben  (Callim.  Jov.  34
y.ssjögöv  [im  Texte  steht  '/.euGpriv’])  ausgeführt  oder  aus  Versehen
weggelassene  Verse  (Opp.  hal.  I,  327,  536,  538)  oder  Satz-1
  Bios  fol.  8*  hat  nur  9  Zeilen,  dann  leeren  Raum;  ebenso  fol.  30"-  nach
18  Zeilen.
            
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