Henry More und diu vierte Dimension des Raumes.
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Ein Raum von vier, fünf und mehr Dimensionen lässt
sich daher ebensogut wie einer von dreien der Rechnung unterwerfen,
vorausgesetzt, dass wir darauf verzichten, von den auf
diesem Wege entwickelten Raumgebilden jemals so, wie es bei
den aus dem dreidimensionalen Raume hervorgehenden der
Fall ist, eine anschauliche Erfahrung haben zu wollen. Andererseits
lässt sich ein Raum von vier, fünf und mehr Dimensionen
so wenig durch das dreidimensionale Glas unserer menschlichen
Raumanschauung überschauen, dass dasjenige, was eventuell in
der vierten, fünften oder irgend einer weiteren Dimension desselben
geschähe, für das menschliche Raumauge nothwendig
unsichtbar bleiben, beziehungsweise durch seinen Uebertritt
in eine der genannten Dimensionen für dieses letztere verschwinden
müsste.
In diesem Sinne haben Zoellner und Andere unter Berufung
auf Kant die vierte Dimension des Raumes als diejenige
(der dreidimensionalen menschlichen Raumanschauung
unzugängliche) Region bezeichnet, in welche Gegenstände
unter gewissen Umständen aus dem Bereiche der anschaubaren
Raumwelt über, oder aus welcher sie in diese wieder zurücktreten
können. Dieselbe macht daher denjenigen Raum aus,
in welchen der in More’s oben angeführtem Beispiel eintretende
Ueberschuss, welchen der nach seinen bisherigen drei Dimensionen
bereits erfüllte Raum nicht mehr zu fassen vermag,
abzufliessen vermöchte, wenn es bei der von More postulirten
Möglichkeit der Wesensessenz des Geistes, sich beliebig zu
verdünnen und zu verdichten, noch überhaupt eines solchen
Reserveraums bedürfte.
Unter den Zeugen für die vierte Dimension im Sinne
Kants und des Spiritismus, wird More weiterhin kaum angeführt
werden dürfen. Seine Naturphilosophie ist neben mystischen
und kabbalistischen Elementen, welche dieselbe in nächste
Nähe der phantastischen Träumereien beider Van Helmonts
und Anderer stellen, und zu welchen seine Lehre von der
Ausdehnung der Geister und sein Glaube an deren willkürliches
sich Erweitern- und Zusammenziehenkönnen gehört,
von empirischen und physikalischen Einflüssen der seit Descartes
und Gilbert mächtig vordrängenden Erfahrungswissenschaften
bewegt, wobei die dem englischen Nationalgeist vorzugs-Siizntigsher.
d. phil.-hist. CI. XCVUI. Bd. II. Hft. 29