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Zimmermann.
vierten Dimension bedürfen, keineswegs gefolgert werden, dass
der Raum, der sie nicht besitzt, trotzdem vierdimensional
sein muss.
Eine vierte Dimension des Raumes, wie sie More’s Philosophie
zugeschrieben worden ist, ist daher in derselben weder
auf einem noch auf dem andern Wege anzutreffen. Die widersprechende
Annahme, dass ein gewisser Raum mehr Inhalt in
sich fasse, als er seinem Umfange nach aufnehmen kann, wird
von derselben nicht in dem Sinne gelöst, dass der Raum eine
von den drei bekannten unterschiedene vierte Dimension besitze,
nach welcher der Ueberschuss aus den drei übrigen abzufliessen
vermöchte; dieselbe wird vielmehr in dem Sinne
beseitigt, dass sie aus einer Raumfrage in eine Massenfrage
verwandelt und statt einer neuen Raumeigenschaft, einer vierten
Abmessung desselben, eine neue Masseneigenschaft, die Veränderlichkeit
der Wesensdichtigkeit, d. i. die Aufhebung der
Undurchdringlichkeit postulirt wird.
Dass dies nicht der Sinn sei, in welchem durch und seit
Kant von der vierten Dimension die Rede gewesen ist, braucht
kaum noch bemerkt zu werden. Kant erblickt in der Frage
nach der Möglichkeit anderer Raumarten als der uns allein
,durch Anschauung 4 geläufigen dreidimensionalen ein rein geometrisches
und mit Bezug auf die von ihm behauptete Subjectivität
der Raumanschauung ein rein erkenntnisstheoretisches
Problem. In ersterer Hinsicht soll es nichts an sich Widersprechendes
enthalten, dass — wie ausser dem uns allein
,durch Erfahrung' bekannten Universum möglicherweise unzählige
andere existiren, von denen wir ,keine Erfahrung haben“
— neben der uns allein gegebenen Raumart von drei unzählige
andere Raumarten von vier, fünf und mehr Dimensionen
sich denken lassen. In letzterer Hinsicht soll es nichts
Widersprechendes enthalten, dass bei erkennenden Wesen einer
anderen — sei es höheren, sei es niederen — Gattung als wir
selbst, eine anders geartete subjective Raumanschauung — vermöge
welcher dieselben einen Raum von mehr oder weniger
Abmessungen anschauen als der Mensch — sich vorfindet, ohne
dass wir uns, in der Anschauung unseres dreidimensionalen
Raumes befangen wie wir sind, von derselben ein Bild zu
machen im Stande wären.