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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 98. Band, (Jahrgang 1881)

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Zimmermann.

aus  gewissen  Thatsachen  der  Geisterwelt  ab,  wie  der  empirische
Physiker  z.  B.  die  Annahme  unwägbarer  Stoffe  nicht  aus  dem
Begriff,  sondern  aus  gewissen  Thatsachen  der  Körperwelt  erschliesst.
  Den  Widerspruch,  der  darin  liegt,  dass  ein  gegebener
Raum  mehr  enthält,  als  er  enthalten  kann,  verbirgt  er  sich  so
wenig  als  der  empirische  Physiker  denjenigen,  dass  ein  Stoff
zugleich  Körper  d.  i.  schwer,  und  unwägbar,  d.  i.  gewichtlos
ist  —  aber  er  schlägt  den  ersten,  wie  der  empirische  Physiker
den  zweiten,  mit  dem  Machtspruch  nieder,  dass  die  Thatsachen
der  Erfahrung,  dort  in  der  Geisterwelt,  hier  in  der  Körperwelt,
jene  —  logisch  allerdings  undenkbaren  Voraussetzungen  —
nun  einmal  unentbehrlich  machen.
Die  ,englische'  Krankheit,  der  Positivismus,  kommt  wieder
zum  Vorschein.  Weit  entfernt  von  der  Maxime  des  philosophischen ­
  Rationalismus,  dasjenige  allein  als  wirklich  gelten  zu
lassen,  was  den  Anforderungen  der  Vernunft,  wenn  nicht  entspringt, ­
  doch  entspricht,  trägt  derselbe  kein  Bedenken,  auch
das  mit  logischen  Widersprüchen  Behaftete  als  unvermeidliche
Annahme  gelten  zu  lassen,  wenn  es  durch  Thatsachen  der  Erfahrung ­
  (wirkliche  oder  vermeintliche)  gefordert  wird.  Die
Methode  des  Physikers,  Hypothesen  aus  Thatsachen  der  sinnlichen ­
  Erfahrung  versuchsweise  zu  construiren  und  hinterdrein
durch  —  vermittelst  derselben  erklärbare  —  Thatsachen  beglaubigen ­
  zu  lassen,  wird  von  dem  Metaphysiker  More  in  der
Weise  angewendet,  dass  er  aus  Thatsachen  der  übersinnlichen
Erfahrung  Hypothesen  construirt,  welche  sodann  ihrerseits  durch
—  mit  ihrer  Hilfe  erklärte  —  übersinnliche  Thatsachen  verificirt
  werden  müssen.
Die  Verwandtschaft,  wie  der  Unterschied  beider  Verfahren
springt  in  die  Augen.  Den  Ausgangspunkt  des  Physikers  bilden
Thatsachen  der  sinnlichen  Erfahrung,  welche  als  solche  von
Jedermann  und  zu  wiederholten  Malen,  sei  es  als  gegebene
beobachtet,  sei  es  als  nicht  gegebene  durch  das  Experiment
auf  künstlichem  Wege  erneuert  werden  können.  Die  Beglaubigung ­
  der  Hypothesen  des  empirischen  Physikers  bilden  wieder
Thatsachen  der  sinnlichen  Erfahrung,  Ausgangs-  und  Endpunkt
des  hypothetischen  Verfahrens  fällen  unmittelbar  in  die  Sinne.
Den  Ausgangspunkt  des  Metaphysikers  More  bilden  angebliche
Thatsachen  der  übersinnlichen  Erfahrung;  die  Beglaubigung
            
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