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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 98. Band, (Jahrgang 1881)

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Zimmer  mann.

Form  einer  Elle  gebracht,  dann  zu  der  einer  Kugel  zusammengeknetet ­
  worden  ist,  durch  diese  seine  Gestaltung  zur  Kugel
etwas  von  seiner  früheren  Ausdehnung  (extensionis  prioris  aliquid)
eingebüsst  habe,  so  muss  er  zugeben,  dass  auch  ein  Geist,  wenn
er  in  einen  kleinern  Raum  (minus  spatium)  sich  zusammenzieht,
weder  etwas  an  seiner  Ausdehnung,  nach  an  seinem  Wesen
(quicquam  extensionis  aut  essentiae  suae)  verloren  habe.  Wie
nämlich  bei  obigem  Wachs  die  Verminderung,  die  es  in  der
Länge  erfahren  hat,  durch  die  Vermehrung,  die  seine  Breite
und  seine  Tiefe  erhalten  haben,  ausgeglichen  wird,  so  wird
bei  dem  Geiste,  der  sich  in  sich  selbst  zusammenzieht,  dessen
verminderte  Länge,  Breite  und  Tiefe  durch  die  Erhöhung  der
Wesensdichtigkeit  aufgewogen,  welche  die  Folge  jener  Zusammenziehung ­
  ist.  Nie  darf  man  vergessen,  dass  (durch  die
Zusammenziehung)  zwar  die  räumliche  Lage  (situs),  niemals
aber  die  Ausdehnung  und  das  Wesen  (extensio  et  essentia)
vermindert  wird.  Aus  dieser  Stelle,  welche  Zoellner  und  Andere
auf  die  vierte  Dimension  des  Raumes  gedeutet  haben,  geht  so
viel  hervor,  dass  More  den  Geistern  die  Fähigkeit  zuschreibt,
sich  ohne  Schädigung  ihres  Wesens  und  der  zu  demselben
gehörigen  Ausdehnung  auf  ein  kleineres  Volumen  zusammenzuziehen, ­
  so  dass  derselbe  Ort  (idem  Ubi),  welchen  bisher  der
Geist  allein  einnahm,  derselben  mehrere  —  also  mehr,  als  er,
so  lange  nur  jener  eine  ihn  ausfüllte,  fassen  zu  können  schien
—  in  sich  aufzunehmen  vermag.  Da  er  ausdrücklich  bemerkt,
dass  der  Ort  (ubi),  also  derjenige  Theil  des  Raumes,  welchen
ursprünglich  ein  Geist  einnahm  und  jetzt  mehrere  einnehmen,
derselbe  (idem)  geblieben,  scheint  er  nicht  daran  zu  denken,  dass
die  Qualität  des  Raumes  eine  Veränderung  erlitten,  beziehungsweise ­
  zu  ihren  bisherigen  drei  eine  vierte  Dimension  erhalten
haben  soll;  wohl  aber  hat  die  räumliche  Lage  des  denselben
ursprünglich  allein  ausfüllenden  Geistes  eine  Veränderung  erlitten, ­
  indem  derselbe  unbeschadet  seiner  Essenz  und  der
von  derselben  unzertrennlichen  Ausgedehntheit  sich  in  ein
kleineres  Volumen,  als  er  ursprünglich  einnahm,  zusammengezogen ­
  und  dadurch  den  ursprünglich  allein  besessenen  Raum
(ubi)  theilweise  für  andere  freigemacht  hat.  Während  der  Geist,
welcher  den  Raum  vorher  allein  ausfüllte,  die  mit  der  Länge
Breite  und  Tiefe  desselben  gleiche  Länge,  Breite  und  Tiefe
            
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