Henry More und die vierte Dimension des Raumes.
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der unendliche Geist, an allen Orten zugleich ist, gefolgert
werden, dass er das Vielfache, oder, wie der unendliche Geist,
das unendliche Vielfache seines eigenen Wesens sei.
Der unkörperliche Geist, der im unkörperlichen Raum
einen Ort einnimmt, bleibt unkörperlich; der allgegenwärtige
Geist, der an allen Orten des Raumes zugleich gegenwärtig
ist, ist an jedem Orte des Raumes als derselbe gegenwärtig.
Von den Sätzen, auf welche diese Beweisführung sich
stützt, müssen zwei begreiflicherweise das meiste Befremden
erregen. Der eine derselben, der allem, was keine Ausdehnung
besitzt, die Existenz ab-, und jedem, das Existenz besitzt, die
Ausdehnung zuspricht, ist direct gegen die idealistische Seite,
der andere, dass der Raum überhaupt Substanz und zwar eine
unkörperliche sei, ist direct gegen die materialistische Seite
des Cartesianismus gerichtet. Durch jenen soll dargethan
werden, dass auch dem Geist, ja selbst der Gottheit, weil und
insofern beide Existenz besitzen, Ausdehnung zugestanden
werden müsse. Durch diesen soll behauptet werden, dass die
Ausdehnung, weil sie als solche nichts weiter als Raum und
folglich unkörperlich ist, nicht die wesentliche Natur der Materie
ausmachen könne. Durch den ersten soll im Gegensatz
gegen die Nullibisten dem Geist ein Ort, aber auch im Gegensatz
gegen diejenigen Metaphysiker, welche, wie Aristoteles
(und später Leibnitz) dem Geist einen einfachen Ort, das ist:
einen (mathematischen) Punkt im Raume zuweisen, mehr als
ein einfacher Ort, also ein nach drei Dimensionen ausgedehnter
Theil des Raumes als Sitz angewiesen werden. Durch den
zweiten soll im Gegensatz gegen die Geometer, welche, wie
Cartesius, den Raum mit der Materie identificiren, der Materie
eine von jener des Raumes unterschiedene Wesensbeschaffenheit
beigelegt, dieselbe zwar als im Raume befindlich und denselben
erfüllend, als an den Eigenschaften desselben, d. i. an seiner
Dreidimensionalität, theiinehmend, aber keineswegs durch diese
in ihrer specifischen Natur erschöpft, dargestellt werden.
Zwar hatte schon Plobbes gelehrt, dass, was keine Ausdehnung
besitze, auch keine Existenz beanspruchen könne,
aber er hatte daraus die (materialistische) Folgerung gezogen,
dass, weil der Geist keine Ausdehnung habe, eben darum
derselbe auch keine Realität besitzen könne. Zwischen der