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Zimmer mann.
Mit der metaphysischen Schwierigkeit, die in der qualitativen
Verschiedenheit materieller und geistiger Essentia gelegen
ist, ist das physikalische Bedenken der actio in distans
durch die Einführung des Raums in die Welt des Immateriellen
zugleich überwunden. Wenn jene darin bestand, dass Ungleiches
nicht auf Ungleiches wirken kann, so gipfelt diese darin, dass
kein Ding wirken kann, wo es nicht ist. Der Geist als unausgedehnter
konnte nicht auf die ausgedehnte Materie, Gott, der
wenn schon nicht unräumliche, doch an einem bestimmten Ort im
Raume befindliche, kann nicht zugleich auf das an anderen Orten
des Raumes Befindliche wirken. Schwindet ersterer Einwand,
sobald wir mit More voraussetzen, dass die Ausdehnung im Raume
mit dem Wesen des Geistes verträglich sei, so fällt letzterer
hinweg, sobald wir mit ihm weiter folgern, dass mit dem Wesen
der Gottheit als des unendlichen Geistes, auch die unendliche
Ausdehnung im Raume verträglich und folglich der überhaupt
im Raume befindliche Gott an allen Orten des Raumes zugleich
und daher allen Theilen der den Raum in unendlicher
Ausdehnung erfüllenden Materie gleich nahe sei.
Durch den Nachweis des ersteren wird der theistischen
Forderung einer im ganzen Umkreis der materiellen Schöpfung
unausgesetzt thätigen, lebendigen Mitwirkung, durch den Nachweis
des letzteren der religiösen Forderung der Allgegenwart
Gottes in allen Theilen der Welt Genüge gethan.
More, der Vertreter der räumlichen Allgegenwart des
Geistes, mag weder von Nullibisten noch von Holenmerianern
etwas wissen. Jenen, zu welchen er zwar nicht den Cartesius,
aber die Cartesianer rechnet, welche den Geist überhaupt nicht im
Raume, also ,nirgendwo* (nullibi) sein lassen, setzt er entgegen,
dass alles, was ist, ausgedehnt, also im Raume und folglich
auch an einem Orte sei. Diesen, welche zwar zugeben, dass
der Geist im Raum, aber behaupten, dass in jedem Theil des
von ihm eingenommenen Raumes der ganze Geist sei, hält er
entgegen, dass auf diese Weise der Geist in dem Grade sein
eigenes Vielfaches sein müsste, als der Raum, den er einnimmt,
Theile besitzt. Es kann weder aus dem Umstand, dass der
Geist etwas anderes als die Materie ist, die Consequenz gezogen
werden, dass er an keinem Orte sei — noch kann aus
dem Umstand, dass er an mehreren Orten zugleich, oder, wie