Henry More und die vierte Dimension des Raumes.
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wird, dass also sowohl das rein rationale wie das ausschliesslich
empirische Erkennen seine unüberschreitbare Grenze besitze.
Jene des rationalen Erkennens besteht darin, dass das
Sein niemals durch reine Vernunft erkannt, oder wie Kant dem
ontologischen Beweis gegenüber es ausdrückte, aus dem Denken
niemals ,herausgeklaubt' werden kann; jene des empirischen
Erkennens aber darin, dass auf dem Wege der blossen Induction
nur eine ,comparative', niemals aber eine ,apriorische'
Allgemeinheit erreichbar ist.
Aber wie in More’s Augen Descartes von der rationalistischen,
so erscheint er selbst von der ,englischen' Krankheit
seiner empiristischen Landsleute und Vorgänger angesteckt.
Weil ihm wie diesen im Grunde doch die Erfahrung allein,
wenn nicht als einziger Ausgangspunkt, doch als einzige zulässige
Beglaubigung wirklicher Erkenntniss gilt, scheint ihm
nicht nur des Cartesius Theorie so lange und in dem Masse
gefährlich, als sie mit der Erfahrung im Einklang steht, sondern
er weiss seine eigene, welche er der des Cartesius entgegenstellt,
nicht besser zu stützen, als indem er zeigt, dass
ohne Voraussetzung derselben gewisse durch Erfahrung gegebene
Thatsachen unerklärlich wären. Wie die Empiriker, stellt er dem
Grundsatz des Rationalismus, dass das durch Vernunft Erkannte
wahr sein müsse, auch dann, wenn es durch keine Erfahrung
bestätigt oder wenn ihm durch die (bisherige) Erfahrung sogar
widersprochen werde, die entgegengesetzte Maxime gegenüber,
dass alles, was überhaupt Erkenntniss heissen dürfe, mit der
Erfahrung im Einklang stehen, und was durch diese nicht bestätigt
oder sogar widerlegt werde, als ,rationales (speculatives)
Hirngespinnst', als leerer ,Vernunfttraum' (Kant) fallen
gelassen werden müsse. Wenn es erweislich auch nur eine
einzige Thatsache gibt, die unter der (Cartesischen) Annahme,
dass es weder Zweck- noch immaterielle wirkende Ursachen in
der Natur gibt, unerklärlich bleibt, so ist jene falsch, auch
wenn sie von der Vernunft geboten, gibt es dagegen Unabweisliche
Thatsachen in der Natur, die nur unter Voraussetzung
immaterieller, aber gleichwohl ausgedehnter wirkender
Wesen erklärlich sind, so ist diese wahr, auch wenn sie von
der Vernunft verboten ist.