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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 98. Band, (Jahrgang 1881)

Henry  More  nnd  die  vierte  Dimension  des  ßatunes.

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Kosten  eines  jüngeren  Freundes,  Namens  John  Cockshut,  sammt
seinen  übrigen  Schriften  in  der  Gesammtausgabe,  nach  welcher
hier  citirt  wird  (London  1679,  III.  Bde.),  nicht  lange  vor  seinem
Tode,  der  1687  zu  Cambridge,  wo  er  Professor  und  Mitglied
des  Christchurch-Collegiums  war,  erfolgte,  ins  Lateinische  übertragen ­
  worden.  Unter  den  ersteren  führt  er  neben  einem,  wie
er  selbst  sagt,  so  schwerfällig  und  dunkel  gehaltenen  Lehrgedicht ­
  unter  dem  Titel:  Psycozoia,  dass  es  ausser  dem  Dichter
niemand  würde  verstanden  haben,  drei  weitere  an,  deren  eines:
Psyehathanasia,  bestimmt  war,  den  Kämpfern  in  dem  damals
(1640)  in  den  drei  Reichen  der  brittischen  Inseln  wiithenden
Bürgerkriege  durch  die  Gewissheit  von  der  Unsterblichkeit  des
Geistes  Muth  und  Standhaftigkeit  einzuflössen,  während  von  den
beiden  anderen  das  eine:  Antipsychopannychia  gegen  die  Vorstellung ­
  des  Seelenschlafs  nach  dem  Tode,  das  andere,  Äntimonopsychia,
  gegen  die  Meinung,  dass  im  gesammten  Weltall  eine
einzige  allgemeine  Seele  existire,  gerichtet  war.  Alle  vorgenannten ­
  vier  Gedichte  wurden  von  ihm  im  Jahre  1642  unter  dem
gemeinsamen  Titel:  Psychodia  Platonica  herausgegeben.
Ueber  das  Verhältniss  derselben  zu  seinen  später  in  Prosa
verfassten  philosophischen  Abhandlungen  urtheilte  der  Verfasser,
er  habe,  ungeachtet  er  über  die  dort  behandelten  Fragen  bis
dahin  weder  so  scharf  noch  so  präcis  gedacht  habe,  wie  ihm
dies  später  gelungen  sei,  jene  Dinge  durch  ein  reines  und
ein  ätherisches  Wahrnehmungsvermögen  der  Seele  (per  puram
aethereamque  animi  sensibilitatem),  gleichsam  durch  ein  von
Gott  geleitetes  Tasten  ergriffen,  die  ihm  in  späterer  Zeit  gegönnt ­
  worden  sei,  mit  hellergewordenem  Äuge  oder  Anschauungsvermögen ­
  der  Vernunft  deutlicher  und  geordneter  zu  schauen
und  Anderen  darzuthun.  Denn  als  er  nachher  die  .Mechanische
Philosophie 1  (des  Cärtesius)  kennen  gelernt  und  aufmerksam
und  sorgfältig  geprüft  habe,  sei  er  auf  seine  ursprüngliche
Meinung  zurückgekommen  und  habe  klarer  als  je  erkannt,
dass  die  Naturerscheinungen  nicht  ohne  ,Naturgeist 1  (Spiritus
naturae)  bestehen  könnten.
Viel  klarer  und  schärfer  hat  er  seine  Naturansicht  in
seinen  in  Prosa  abgefassten  Schriften  entwickelt,  deren  Herausgabe ­
  durchgehends  seinen  späteren  Lebensjahren  angehört.  Dieselben ­
  verdanken  ihren  Ursprung  zumeist  seiner  inzwischen
            
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