Die geistlichen Schriften Peters von Zittau.
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Er halte, sagt er, von seinen Predigten eben nicht viel,
er beabsichtige auch gar nicht, dieselben weiteren Kreisen zu
übergeben, die äussere Form, in der dieselben vorliegen, sage
ihm sehr wenig zu, er hätte sie gern in eine andere, zutreffendere
Anordnung gebracht. 1 Er entschuldigt sich deswegen bei
dem Leser, seine zahlreichen Amtsgeschäfte hätten ihn von
Verbesserungen abgehalten, auch sei er nicht gelehrt genug,
seine Unwissenheit hätte ihn verhindert, die Predigten in eine
schickliche Form zu bringen. Unter derselben versteht er die
Gliederung in Capitel. Daher habe ich auch, sagt er, selten
die Nummer des Capitels angefügt. 2 Diese Ausdrucksweise
erinnert sehr lebhaft an eine ähnliche im Prolog zu dem über
secretorum Aulae regiae, 3 wo er sagt, dass er zur Abfassung
des Werkes unfähig sei, denn die Beschäftigung seines Amtes
hindere ihn öfter, und selbst wenn er in keine weltlichen Geschäfte
verwickelt wäre, würde doch sein schwacher Sinn nicht
die schickliche Art zu schreiben haben. 4 Diese Ausdrucksweise
erinnert aber noch an eine ähnliche in der Vorrede zu
seiner Klosterchronik, wo er gleichfalls von seinem geistigen
Unvermögen spricht und betont, dass nur der Gehorsam, der
mehr werth sei als das Opfer, ihn gehorchen heisse. 5 Seine
Predigten, sagt er weiter, seien eher Fabeleien (fabulaciones)
zu nennen, er beschwört denjenigen, in dessen Hände sie zu-1
Non presumo has (collaciunculas) ad lucem producere, eo quod tarn
occupacione, quam ignorancia prepeditus, modum debitum in ipsis et
ordinem non servavi.
2 Raro quoque capitulorum ordinem allegavi. Er wollte demnach hier eine
ganz analoge Gliederung wie im Diplomatar und der Chronik vornehmen.
3 Kgs. Geschichtsq. pag. 443.
4 Auch in formeller Beziehung findet
eine grosse Aehnlichkeit:
siehe unten.
Non presumo has ad lucem produeere,
eo quod tarn occupatione
quam ignorancia prepeditus
modum debitum in ipsis et ordinem
non servavi.
sich zwischen beiden Erörterungen
Kgs. Geschichtsq. pag. 443.
Fateor, inhabilis sum, occupatio
mei officii frequentius impedit
me, quin immo si ego nullo implicarer
seculari negotio, adhuc tarnen
sensus meus liebes descriptionis
modum debitum non haberet.
Hebetudo sensuum meorum contremiscit aggredi hunc laborem, ingenii
mei tenuitas ....
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