Die geistlichen Schriften Peters von Zittau.
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gar schlecht an. 1 Ja er spricht es ganz offen aus, dass er den
theologischen Studien einen weit höheren Werth beilege, als
jenen historischen Arbeiten, die seinen Ruf begründet haben.
Es gebe, sagt er unter Anderem, manche Leute, die grosse
Mühe anwenden, um sich eine vollkommene Belesenheit in der
Bibel anzueignen, andere geben sich mit den verschiedenen
Arten der Auslegung derselben ab, wieder andere suchen sich
durch die Lectüre von Geschichten und Chroniken zu erbauen.
Freilich, fügt er hinzu, ist nicht das Studium aller dieser Dinge
in gleicherweise zu empfehlen. 2 So sucht er denn auch in der
Einleitung zu seiner Chronik eine förmliche Entschuldigung
ob dieser seiner Beschäftigung. 3 An einer andern Stelle macht
er die Bemerkung, dass diejenigen, welche einen Geschmack
daran finden, von den Thaten der Könige und dem Zustande
der Königreiche zu schreiben oder zu lesen, sich noch mehr
an jenen Dingen erfreuen sollten, welche göttlicher Einwirkung
beizumessen sind. 4 In diesem Sinne hat er auch die Mirakelgeschichten
von Königsaal und die eben erwähnten Instructionen
zur Erziehung und Erbauung der Cleriker niedergeschrieben.
1 Er entschuldigt sich da, wo er vou der Vermälung der Prinzessin Elisabeth
mit Johann von Lützelburg spricht, dass er von den hohen Festlichkeiten
nicht ausführlicher berichte:
De tantis festis
et factis regis honestis
plurima seripsissem,
si non coenobita fuissem.
Ebenso später:
Dicere non poterit
mea" mens nec talia querit
scribere, que mundus
hie exereuit furibundus,
nam sum sub tali
degens habitu mouacbali,
cui non est eura,
quis pugnet proelia dura.
2 Omnium horum Studium non aequaliter ceuseo commeudandum.
3 Ex hoc perpendo, quod non solum pure theologica, verum eciam seeuudum
apostolum quaeeuuque scripta sunt, ad nostram doctrinam scripta sunt.
1 Arbitror esse dignum, nt qui scribere vel legere de regum actibus reguoruinque
statibus delec.tantur, multo magis in hiis, quae divinis attribuenda
sunt operibus, debeant delectari.
Silzungater. d. phil.-hist. CI. XCV1II. Bd. II. Hft. 25