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Büdinger.
früher offen ausgesprochenen Ansichten entgegen, 1 nach der
Rückkehr von der kläglich misslungenen Kreuzfahrt nach
einem Wunsche und gleichsam im Dienste Bernhard’s 2 sich
zu einer Vermittlung zu Gunsten des Königs Roger bei seinem
Halbbruder König Konrad bestimmen liess, die bei demselben
eine sehr ungünstige Aufnahme fand. Otto’s scheint
Bernhard seinerseits mindestens in den von Mabillon veröffentlichten
Schriften nicht zu gedenken. 3
Es dürfte hienach ausser Zweifel stehen, dass eine irgend
erhebliche schriftliche oder mündliche Einwirkung auf Otto’s
Gedankengang in dem universalhistorischen Versuche von Seiten
Bernhard’s nicht anzunehinen ist. Immerhin bedarf die Sache
noch einer gründlichen Erörterung von theologischer Seite. In
der Frage über die Erscheinung des am Ende des universalhistorischen
Verlaufes erscheinenden Antichrist, welche für
Otto, wie wir noch sehen werden, so erheblich war, verhält
sich Bernhard geradezu ablehnend. 4 Auch über den künftigen
Janssen, Wibald von Stablo 145. Giesebrecht, Kaiserzeit IV, 338, 488.
Wilmans p. XIV betont die Feindseligkeit Otto’s gegen Roger mit Recht:
in libris tarn infesto erga Rogerium Siciliae regem se praebuit animo,
ut tyrannum eum constanter norainare soleret; aber die folgenden Sätze
sind weder in dieser Allgemeinheit noch in ihrer Schlussfolgerung richtig:
neque S. Bernhard um ea veneratione prosecutus est, qua plurimi homines
erga ipsam imbuti erant. (Das gilt doch nur der Zeit vor dem Kreuzzuge.)
Res igitur miranda, quod Otto his conatibus Germaniae gloriae
inimicis intercessorem se gessit (es handelt sich vielmehr um ein allgemeines
oder, im Sinne jener Zeiten, kirchliches Interesse und nicht
um ein nationales im modernen Sinne, vollends bei der gefährlichen
Politik der Staufer gegen Italien), nisi quod ipsum hoc tempore a Conrado
discessisse statuamus. (Die ,Discession‘ war denn doch eine auch
im deutschen Interesse sehr berechtigte.) Vgl. Giesebrecht IV, 339 flgde.
2 Vgl. Jaffe, Gesell, des deutschen Reiches unter Conrad III. S. 180—188.
3 Doch sollte, obwohl ich gleich meinen Vorgängern hierin nicht glücklich
war, bei genauerer Prüfung sich wohl eine Anspielung auf das Werk
Otto’s finden lassen, da Bernhard doch mindestens für das achte Buch
Interesse haben musste und allem Vermuthen nach aus Morimond Keuntniss
von demselben erhalten haben dürfte.
4 De Antichristo cum inquirerem (Norbertum) durante ad huc ea, quae
nunc est generatione revelandum illum esse se certissime scire protestatus
est. At cum eandem certitudinem unde haberet sciscitanti mihi exponere
vellet, audito quod respondit non me illud pro certo credere debere putavi.
Ad summam tarnen .hoc asseruit, non visurum se mortem, nisi prius videat