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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 98. Band, (Jahrgang 1881)

Die  handschriftliche  Ueberliefernng  des  Salvianus.

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von  Halm,  wenn  auch  mit  einem  ,fortasse‘,  vorgeschlagene  actus,
welches  ausserdem  nicht  recht  in  den  Sinn  passen  will;  es
wird  eben  ein  Begriff  verlangt,  der  die  vorhergehenden  uoluptates
  und  pompas  saeculi  umfasst,  also  ,Passionen  oder  Liebhabereien', ­
  nicht  Handlungen.  Dieser  richtigen  Erkenntniss
scheint  auch  das  amores  seine  Entstehung  zu  verdanken.  Sehr
lehrreich  scheint  für  unsere  Stelle  und  die  vorliegende  Frage
IIII,  44:  Deus  ergo,  qui  etiam  minimis  ammantibus  huuc  afftctum
  boni  operis  inseruit,  se  tantummodo  solum  creaturarum
amore  priuauit  cum  omnis  in  nos  rerum  bonarum  amor  ex
illius  bono  amore  descenderit  etc.  —  HH,  19  hat  A  allein  :
apostolicam  sententiä  te  potissimum  uerberart,  was  natürlich
sofort  in  apostolica  sententi'a  t.  p.  u.  geändert  wurde;  allein
angesichts  des  klaren  apostolicam  und  der  häufigen  Verwechselung ­
  von  e  und  i  namentlich  bei  Infinitiven  möchte  ich
vorziehen:  apostolicam  sententiam  t.  p.  uerberare.  —  HI,  29
nobiles  magis  execrandi,  si  in  statu  honestiore  peiores  sunt.
Da  T  statt  si  bietet  sunt  und  A  hat  s.  nn*  statu,  so  glaube
ich,  dass  Salvianus  schrieb:  execrandi  (sunt)  si  in  statu  h.  p.  s.
Das  sunt  fiel  erstens  vor  den  folgenden  Buchstaben  fit«f(tatu)
leicht  aus  und  erschien  einem  Abschreiber  wohl  auch  wegen
des  gleich  folgenden  sunt  überflüssig.  —  IHI,  32  hat  A  pr.  m.
si  hic,  sec.  m.  u.  B  si  hi  (qui  ex  nobilibus  conuerti  ad  deum
coeperit),  die  übrigen  Handschriften  haben  einfach  si.  Ich
erkenne  in  sihi  mit  einer  leichten  Aenderung  ubi,  wie  es
gleich  darauf  heisst:  quantus  in  Christiano  populo  Christi  honor
est,  ubi  religio  ignobilem  faeit  und  §.  33:  Ubi  enim  qnis
mutauerit  uestem  mutat  protinus  dignitatem  und  gleich  darauf:
Et  inirantur  mundani  quidam  si  offensam  dei  aut  iniuriam
perferunt,  ubi  deum  in  sanctis  omnibus  persequuntur.  Ob
dabei  auch  wie  §.  33  qui  in  quis  zu  ändern  sei,  mag  dahin
gestellt  bleiben,  nöthig  ist  es  jedenfalls  nicht.  —  IHI,  43  hat
A  uicht  fundamina  fauis  ponunt,  sondern  funrlamenta.  —  IIII,  79
heisst  es:  Quo  tmo  utique  ostendit  etc.  So  hat  A  und  v,  während
B  T  t  quo  dicto  utique  ostendit  haben.  Das  dicto  ist  offenbar
Interpolation,  bestimmt  das  quo  uno  zu  erläutern  (vgl.  die
ganz  ähnliche  Stelle  ad  Eccles.  I,  57:  quibus  utique  docet,
erscheint.  Vgl.  auch  die  3  Stellen  im  Index  bei  Halm,  wo  es  als  gleich
deiiciae  =  Liebling  angeführt  wird.
            
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