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Pauly.
Handschriften nahezu werthlos und nur au sehr wenigen
Stellen dem Archetypus näher geblieben sind.
Im Ganzen und Grossen ist besagte Grundlage eine gute
und verlässliche, die der nachbessernden Hand verhältnissmässig
selten bedarf. Wenn Nolte a. a. 0. meint, dass .die neueste
Ausgabe von Halm noch zu reich an unbemerkt gebliebenen
Corruptelen sei*, so könnte man daraus schliessen, dass der
Conjecturalkritik noch ein weites Feld offen stehe. Es sollte
daher vielleicht besser heissen, der Text sei noch immer nicht
ganz frei von Corruptelen, wie dies ja auch Halm an mehreren
Stellen angedeutet hat. Einige solcher will ich zum Schlüsse
nachstehend noch zu heilen versuchen; andere wurden oben
schon gelegentlich beseitigt.
I, 12 ist aus A opes publicas st. publ. opes zu schreiben.
— I, 24 hat A remouet, während das zweite Verbum clausif
heisst; nun ist allerdings in A nichts häufiger als die Verwechselung
von e und i, so dass leicht remouet aus remoutt
entstanden sein könnte. Aber wegen des remouet im Eingänge
des Capitels möchte ich es auch hier mit Halm beibehalten,
überhaupt wegen der Aehnlichkeit des ganzen Tenors; heisst
es doch auch dort: quae... est ratio und hier quomodo ratione
subsistit. Das damit möchte ich aber nicht mit clausas habet
(was bei Salvianus immerhin bedenklich erscheint) erklären,
sondern einfach claurftt schreiben. Ist doch nichts leichter als
die Entstehung von f aus d. — I, 38 rin. ist aus A nach
Sodomam einzuschieben autem. — III, 15 hat A pr. m.: qui
saeeulares amotus derelinquunt, sec. m. hat amores, die übrigen
Handschriften amoris im; letzteres, ohne Zweifel aus amores
ne»
oder amotus entstanden, kommt als sinnlos nicht in Betracht;
amores hinwiederum halte ich für eine Interpolation statt des
Salvianischen affeetus, welches ich in amotus versteckt glaube.
Dieses Wort affeetus konnte dem mit dem Sprachgebrauehe
Salvians nicht genügend Vertranten unverständlich erscheinen
und so ersetzte er es durch das dem Sinne der Stelle entsprechende
amores. Aber affeetm ist ein Lieblingsausdruck des
Autors. * Jedenfalls ist es der Ueberliefernng näher als das
1 VgL F. X. Himer im Jahresberichte des königl- Lfceoms zu Freising,
1868—1869, der das Wort an 73 Stellen fand. Besonders augenfällig ist
diese Vorliebe für das Wort in der Epist. 1111, in welcher es circa lömal