Der Avorroismas in der cbriBtlich-peripatetiBchen Psychologie.
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sich selbst zugleich auch eine wesentliche Bezogenheit auf ein
Anderes aus, und diese macht sogar das quiditative Esse des
Habitus aus, wie Aristoteles und sein Commentator ausdrücklich
lehren. Wenn Aureolus u. A. die Sache umkehren und den
Habitus nur connotativ etwas Relatives bezeichnen lassen, so
verstossen sie gegen die Logik, weil sich die unter solchen
Voraussetzungen behauptete Relativität des Habitus nicht erweisen
lässt. 1 Ebenso ist Bacontliorp mit Aureolus nicht einverstanden,
wenn dieser jede der sogenannten moralischen
Tugenden sowohl im Willen als auch im Appetitus sensitivus
subjectiren lässt; Baconthorp vermag sich nicht denkbar zu
machen, wie eine Mehrheit von Inclinationen zur specifischen
Einheit einer bestimmten Tugend sich soll verschmelzen können; 2
er findet es im Besonderen schwer begreiflich, wie zwei Inclinationen,
deren eine dem Willen, die andere dem Appetitus
sensitivus angehört, zu Einem Habitus sollen verschmelzen
können. 3 Dass die beiderseitigen Habitus nicht zu einer unzerreissbaren
Einheit coalesciren können, erhelle auch daraus,
dass in der vom Leibe geschiedenen Seele die Inclinationen
des Appetitus sensitivus wegfallen, während doch die im irdischen
Zeitleben erworbenen moralischen Tugenden Zurückbleiben.
Baconthorp entscheidet sich dafür, dass die moralischen
Tugenden essentiell und quiditativ im Willen subjectiren,
obschon er zugibt, dass sie per abundantiam et impressionem
auch den Appetitus sensitivus beeinflussen. 4 Er macht hiebei
auf den Fehler aufmerksam, welchen nicht blos Aureolus, sondern
alle scholastischen Peripatetiker begehen, wenn sie die
Passiones einzig dem Appetitus sensitivus zuweisen, während
1 Non sequitur: Aggregatum ex Imbitu et respectu connotato est eus per
accidens, ergo habitus eat ens per accidens. 3 qu. 33, qn. 1, art. 5, §. 2.
2 Non poteat dici, quod ait aliqua tertia res ex iatia inclinationibus conatitnta,
tum quia inclinationea ponuntur in diveraia potentiis; tum quia
tune una eaaet alteriua actua, quod non eat, aed quaelibet est actus; tum
quia quaelibet videtur unum distinctum individuum ab alio in genere
habitus, et per consequens non possunt constituere unum liabitum, nec
unam rem simplicem, sicut est virtus. 3 dist. 33, qu. 3, art. 3, §. 1.
3 Sicut enim ae habet potentia ad potentiam, ita habitus ad liabitum; sed
voluntas et appetitua sensitivus non possunt constituere unam potentiam,
ergo nec habitus unius et alteriua unum habitum. Ibid.
4 3 dist. 33, qu. 3, art. 3, §. 3.