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Werner.
Empfinden sich kundgebende und bethiitigeude seelische Innerlichkeit
übertragen wird.
Der Grund, weshalb Aureolus die concrete Selbstigkeit
des seelischen Wesens nicht zu erfassen vermochte, liegt darin,
dass er als scholastischer Peripatetiker in dem Gegensätze
zwischen Allgemeinem und Particulärem befangen blieb. Das
Geistige ist ihm das Allgemeine, das Sinnliche das Particuläre;
die seelischen Affectionen sind ihm etwas Besonderes, rücksichtlich
dessen sich die menschliche Seele mit Rücksicht auf
ihre dem Elemente der Allgemeinheit ungehörigen Intelleetionen
zu entscheiden und zu bestimmen hat; also müssen die Affecte
als solche dem sensuellen Leben des Menschen angehören.
Hier wird offenbar nicht zwischen psychischer und animalischer
Sensation unterschieden; die psychische Sensation ist als Affection
der concreten Selbstigkeit des menschlichen Seelenwesens
etwas über den Gegensatz zwischen generischer Allgemeinheit
und particulärer sinnlicher Besonderheit Hinausgestelltes, und
ihr Vorhandensein in der menschlichen Seele durchaus nicht
von blos sinnlichen Einwirkungen abhängig. Das psychische
Sensationsleben entwickelt sich in den Beziehungen des Menschen
zur gesammten ihm erfahrbaren Wirklichkeit, der geistigen
sowohl, als der sinnlichen; der geistige und sittliche
Adel des Menschenwesens bekundet sich gerade darin, dass die
Seele vornehmlich durch Motive übersinnlichen Ursprunges excitirt
und bewegt werde. Es ist also durchaus unrichtig, wenn
Aureolus die psychische Afficirbarkeit des Menschen daraus
ableitet, dass die menschliche Seele an der Grenzscheide der
beiden Gebiete der geistigen und sinnlichen Wirklichkeit steht; 1
sie folgt vielmehr aus der Passibilität, welche die creatürliche
Seelensubstanz mit den geschöpflichen leiblosen Geistwesen
gemein hat, daher auch in diesen Affectionen ähnlicher Art,
wie in den Menschenseelen, ja noch viel gewaltigere und inten-1
Anima rationalis est in confinio formarum intelligibilium et sensitivarum;
ergo pari ratione et potentiae ipsius erunt in eodem confinio. Sicut ergo
anima ex una parte est conformis animae bruti, et sic habet conformem
potentiam seil. Visum, ex alia vero parte, ut organice, prout aspicit inferiora,
et sine organo, ut aspicit superiora, et hoc semper stante una
potentia . . . sic, quando voluntas est in actu suo necessario, est intel-Jectum
esse in eonformi judicio. Xbid.