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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 98. Band, (Jahrgang 1881)

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Pan  ly.

träglich  beigefügt,  in  den  übrigen  codd.  zu  omni  geworden,
ändert  an  der  Hauptsache  nichts.
Ferner  IIII,  14  die  Worte:  in  Salomone,  die  wohl  auch
ursprünglich  am  Bande  als  Quelle  der  vorangehenden  Bibelstelle
oder  interlinearisch  standen,  gerade  so  wie  IIII,  35  solent,  was
Einer  hinzusetzte,  um  den  besagten  Vorgang  der  Belagerer  als
einen  gewöhnlichen  zu  bezeichnen;  denn  so  einfach  sonst  auch
die  Aenderung  des  handschriftlichen  oppugnant  in  oppugnare
wäre,  spricht  doch  dagegen  die  selbst  bei  Salv.  dann  zu  auffallende ­
  weite  Voranstellung  des  solent;  ferner  gehört  hieher
VI,  74  Treuer  (treuir,  treuiris);  mit  diesem  Worte  wollte  ein
Schreiber  beweisen,  dass  Salv.  mit  Recht  sagen  konnte  :  Promptum
  est  de  qua  (sc.  urbe  Gallorum  opulentissima)  dicam;  auch
ibid.  52  uel  prodigiosis  nach  prodigis,  von  Einem,  dem  prodigiosus
  entweder  geläufiger  war  als  prodigus,  oder  prägnanter
schien.  Dahin  ist  auch  zu  zählen  ibid.  96  das  Wort  animarum,
welches  als  nähere  Bezeichnung  der  mala  omnia  als  Seelenübel
(an  zwei  verschiedenen  Stellen)  in  den  Text  gerieth.
Am  eclatantesten  spricht  aber  für  einen  gemeinschaftlichen
Archetypus  die  grössere  Interpolation  im  §.  38  desselben  Buches,
die  sinnlosen  Worte  nach  pascamus  nämlich:  postea  sed  uidelicet
qui  corrumpimur  rebus  prosperis  faciendum  aliquid  in  principio
(denn  die  Umstellung  sed  uidelicet  qui  postea  in  der  ed.  pr.
und  das  nach  principio  dort  eingefügte  putant  rühren,  wie
cod.  v  zeigt,  von  Brassicanus  her,  der  in  rührender  Einfalt
damit  die  Stelle  für  den  Context  brauchbar  gemacht  zu  haben
glaubte).  Ich  denke  (theilweise  in  Uebereinstimmung  mit
Baluzius  und  Halm),  dass  es  mit  diesen  Worten  folgende  Bewandtniss
  habe:  Der  Autor  derselben  schrieb  sie  zu  den  Eingangsworten ­
  des  cap.  VIII:  sed  uidelicet  responderi  hoc  potest  an
den  Rand  und  wollte  darauf  hinweisen,  dass  weiter  unten  (postea)
d.  i.  im  Eingänge  des  cap.  XII  bei  den  gleichen  Worten  sed
uidelicet  (qui  corrumpimur  rebus  prosperis)  vorne  (in  principio)
d.  i.  bei  den  Worten  sed  uidelicet  etwas  zu  thun,  zu  ergänzen
sei  (aliquid  faciendum);  er  vermisste  offenbar  an  dieser  späteren
Stelle  das  an  der  ersteren  stehende  responderi  hoc  potest  oder
einen  ähnlichen  Ausdruck.  Diese  Randbemerkung,  obwohl  für
den  Eingang  des  cap.  VIII  bestimmt,  gerieth  dann  durch  die
Gedankenlosigkeit  des  Schreibers  des  Archetypus  und  dann  in
            
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