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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 98. Band, (Jahrgang 1881)

Die  Kunaina-Öpracke  in  Nordost-Afrika.

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döra  büta  Hahn  und  döra  iina  Henne
gdrma  büta  Widder  und  gärma  iina  Schaf
sdnda  büta  Esel  und  sdnda  iina  Eselin.
2)  Die  Zahl.
181)  Im  Nomen  unterscheidet  das  Kunama  den  Singular
und  den  Plural.  Die  Bildung  dieses  letzteren  geschieht  durch
Anfügung  von  -i  an  die  Singularform,  wie:
dna  Plur.  dna-i  Kopf
därka  „  därka-i  Frau
ka  „  kd-i  Mann
via  „  Hiö-i  Zahn
sdnda  „  sända-i  Esel.
Anmerkung.  Das  plurale  ai  wird  stets  als  Diphthong
gesprochen.
182)  Wenn  der  Pluralendung  eine  Postposition,  wie  -sl,
-lä,  -ta  u.  s.  w.  folgt  oder  das  plurale  Nomen  im  Constructus
steht  (s.  §.  185),  so  wird  die  Pluraleudung  ai  in  e  zusammengezogen, ­
  als:  dile-si  ufurfurü  jage  die  Kühe  fort!  bile  sena
das  Gras  der  Weideplätze.
3)  Die  Casus.
183)  Das  Kunama  unterscheidet  Subject  (Nominativ)  und
Constructus  (Genetiv).  Die  übrigen  Verhältnisse,  unter  denen
ein  Subject  mit  dem  Prädicat  verbunden  werden  kann  (Object, ­
  Richtung  u.  s.  w.),  werden  durch  Postpositionen  näher
bestimmt.
a)  Der  Nominativ.
184)  Das  Subject  besitzt  kein  Casuszeichen:  ka  ihi-köske
der  Mann  ist  beim  Essen;  därka  tdmnia  niius-koske  die  Frau
schläft  jetzt.  In  der  Regel  steht  das  Subject  am  Anfang  des
Satzes,  es  kann  aber  auch  dem  Verb  nachgesetzt  werden.
b)  Der  Genetiv.
185)  Das  Nomen  rectum  steht  unmittelbar  vor  dem
regens;  beginnt  das  regens  mit  einem  Vocal,  so  fällt  das
auslautende  -a  des  Nomen  rectum  häufig  aus,  als:  gärma  büta
Schafbock,  Ha  müsa  Ila’s  Lanze,  iior’  üga  Himmelsstein
            
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