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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 98. Band, (Jahrgang 1881)

Die  handschriftliche  Uoberlieferung  des  Salvianus.

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zwei  solcher  in  den  Katalogen  verzeichnet  gefunden,  n.  554  (446)
und  5053,  in  der  Urbinas  eine,  n.  524,  endlich  in  der  Vallicelliana
  eine,  n.  125  (letztere  mit  dem  sonderbaren  Titel:
Saluiani  Massiliensis  episcopi  memoriae  historicae  die  22.  Julii).
Leider  war  es  ihm  nicht  möglich,  nähere  Einsicht  in  diese  codd.
zu  nehmen;  hoffentlich  wird  eine  solche  möglich  sein  dem
eben  jetzt  auf  einer  Studienreise  in  Italien  befindlichen  J.  Sedlmayer,
  der  mir  versprach,  seinerzeit  über  den  Erfolg  seiner
Bemühungen  zu  berichten.
Von  der  Existenz  weiterer  Handschriften  dieser  Schrift
des  Salvianus  ist  mir  bis  jetzt  nichts  bekannt  geworden.
Die  nachfolgenden  Untersuchungen  befassen  sich  nun  mit
den  codd.  ABT  bei  Halm,  dem  cod.  Paris.  2786  (t)  und  dem
cod.  Vindobonensis  (v),  und  zwar  schicke  ich  voraus  eine  ganz
kurze  (nur  bei  A,  als  dem  wichtigsten  cod.,  etwas  längere)
Beschreibung  derselben  (B  natürlich  ausgenommen).
Cod.  A  hat  69  Pergamentblätter  in  Quart,  auf  jeder  Seite
23  Zeilen.  Es  waren  offenbar  ursprünglich  9  Quaternionen,
von  deren  erstem  das  erste  Blatt  fehlt,  beim  letzten  wenigstens
das  siebente  Blatt;  ob  dies  das  letzte  beschriebene  gewesen,
lässt  sich  nicht  mehr  ermitteln,  ist  aber,  wie  weiter  unten
gezeigt  werden  wird,  wahrscheinlich.  Es  steht  nämlich  fol.  15 2
am  unteren  Rande  die  Quaternionenzalil  II  (auf  fol.  7 2  ist  jedenfalls ­
  I  weggeschnitten),  woraus  hervorgeht,  dass  vorne  nur  ein
Blatt  fehlt,  welches  ausser  dem  Titel  die  praefatio  bis  §.  4
(sin  autem  id  non  prouenerit)  enthielt;  mit  letzteren  Worten
beginnt  unser  cod.  Auf  fol.  23 2  ist  unten  die  Quaternionenzalil
III,  fol.  31 2  1III,  fol.  39 2  V,  fol.  47 2  VI  (wieder  halb  weggeschnitten), ­
  fol.  55 2  VII,  fol.  63 2  VIII  (weggeschnitten).  Auf
fol.  69 2  ist  das  letzte  lesbare  Wort  (VIII,  17)  [inte]llege[remus],
nach  welchem  ungefähr  die  zweite  Hälfte  der  letzten  Zeile
total  unleserlich  geworden.  Nun  würden  aber,  nach  dem  Halmschen
  Texte  berechnet,  circa  55  Zeilen  des  8.  Buches  fehlen
und,  da  sich  durch  eine  vergleichende  Berechnung  ergibt,  dass
je  ein  Blatt  der  Handschrift  mit  2  X  -3  —  46  Zeilen  stets
approximativ  55  Zeilen  bei  Halm  entsprechen,  so  dürfte  der  Schluss
des  VIII.  Buches  auch  in  dieser  Handschrift  derselbe  gewesen
sein,  wie  in  den  übrigen  Handschriften.  Möglich  bleibt  es  freilich
immerhin,  dass  noch  mehr  fehlt,  dass  also  das  VIII.  Buch  am
            
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