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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 98. Band, (Jahrgang 1881)

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Pfizmaier.

Im  vierten  Jahre  seines  Aufenthaltes  in  dem  Landstriche
waren  seine  Verdienste  bei  der  Untersuchung  fortgesetzt  die
höchsten.  Der  in  den  Händen  das  Abschnittsrohr  haltende
Abgesandte  Liang-tse-kung,  Fürst  von  (^+P)
|^r  Hö-yang,  meldete  die  Sache  nach  oben.  Kao-tsu  freute
sich  darüber.  Er  beschenkte  Khieu  mit  dreihundert  Gegenständen ­
  und  dreihundert  Scheffeln  Reis.  Sodann  berief  er  ihn
und  hiess  ihn  an  dem  Hofe  eintreten.
Die  Väter  und  Greise,  welche  Khieu  das  Geleite  gaben,
trockneten  insgesammt  die  Thränen  und  sprachen:  Als  der
besonders  Fahrende  sich  in  dem  Amte  befand,  kamen  Wasser
und  Feuer  mit  den  hundert  Geschlechtern  nicht  in  Berührung.
Desswegen  wagen  wir  es  nicht,  mit  einem  Topfe  Wein  das
Geleite  zu  geben.  Ihr  seid  rein  wie  das.  Wasser.  Wir  bitten,
einen  Becher  Wasser  einschenken  und  es  für  die  Reise  anbieten ­
  zu  dürfen.  —  Khieu  nahm  es  an  und  trank  es.
Als  er  in  der  Mutterstadt  angekommen  war,  befahl  ihm
eine  höchste  Verkündung,  mit  Nieu-hung,  Fürsten  von
Khi-tscbang,  die  Gesetzabschnitte  und  Vorschriften
zusammenzustellen  und  zu  bestimmen.  Um  die  Zeit  war
Schuang,  König  von  Wei,  allgemeiner  Leitender  von  Jjjt
Yuen-tscheu.  Der  Kaiser  sah,  dass  Schuang  von  Jahren  jung
war.  Khieu  stand  an  den  Orten,  wo  er  sich  aufgehalten  hatte,
in  gutem  Rufe.  Man  übertrug  ihm  daher  die  Stelle  eines  allgemeinen ­
  Leitenden  von  Yuen-tscheu  und  Vorstehers  der  Pferde.
Auf  der  Reise  zog  Khieu  in  der  Nacht  einher.  Die  Pferde
der  Menschen  seiner  Umgebung  traten  unversehens  in  die
Aecker  und  verdarben  Kornähren  der  Menschen.  Khieu  hielt
die  Pferde  an,  wartete  bis  Tagesanbruch  und  fragte  nach  den
Besitzern  der  Kornähren.  Er  ersetzte  den  Werth  und  zog
weiter.  Als  die  Angestellten  von  Yuen-tscheu  dieses  hörten,
besserten  alle  ihren  Wandel  und  blieben  standhaft.
Einige  Jahre  später  versetzte  man  ihn  zu  dem  Amte
eines  stechenden  Vermerkers  von  |1|$J  Hiä-tscheu.  Er  beruhigte
fortgesetzt  Volk  und  Fremdländer  und  hatte  grosse  Gnade  und
Güte.  Hierauf  wurde  er  im  Umwenden  allgemeiner  Leitender
und  ältester  Vermerker  von  w  Scheu-tscheu.
Die  Schleussen  von  Tsiö  waren  von  Altersher  fünf
Thore,  Der  Damm  war  überwuchert  und  nicht  im  Stande
            
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