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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 98. Band, (Jahrgang 1881)

Die  Classe  der  Wahrhaftigen  in  China.

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Siü-tsi.
^  j||j  Siü-tsi  stammte  aus  (^+  P)  Than  in  Tung-hai.
In  seiner  frühen  Jugend  tiefsinnig  und  still,  hatte  er  wenig
Lust  und  Freude.  Er  empfing  die  Beschäftigung  von  JU&IE
Tscheu-hung-tsching.  In  den  drei  Himmelfarbenen  bewandert,
war  er  einzig  in  den  Berathungen  und  Erörterungen.  Sein  Ruf
verbreitete  sich  in  der  Hauptstadt  und  in  den  Städten.
Siü-tsi  sprach  seufzend:  Der  Name  ist  der  Grast  des
Wirklichen.  Ich  trete  als  Gast  auf!  —  Er  hegte  hierauf  im
Busen  das  Festhalten  an  dem  Aufsitzen  in  der  Verborgenheit,
machte  die  Schrifttafel  zu  einem  Stabe  und  trat  in  das  Gebirge ­
  von  Tsin-yün.  Später  baten  ihn  mehrere  hundert
lernende  Menschen,  .sie  zu  belehren  und  zu  unterweisen.  Tsi
entschuldigte  sich  und  schickte  sie  fort.  Er  nahm  kein  Weib
und  kleidete  sich  beständig  in  grobes  Tuch.
Um  den  Zeitraum  Thai-kien  von  Tsch’in  (569  —582
n.  Chr.)  einem  Rufe  folgend,  kam  er  und  lebte  still  an  der
Thorwarte  des  äusserst  Wahren.  Ueber  einen  Monat  verabschiedete ­
  er  sich  wieder  und  trat  in  das  Gebirge  von  ^  j§j
Thien-thai.  Dabei  entsagte  er  der  Brodfrucht  und  nährte  das
Gemüth.  Was  er  verwendete,  war  nichts  als  Fichtenwasser.
Selbst  im  tiefen  Winter,  bei  verschlossener  Kälte  kleidete  er
sich  nicht  in  Baumwolle  und  Flockseide.  Der  grosse  Hinzugegebene ­
  |H?  Siü-ling  machte  für  ihn  Einschnitte  in  den
Berg  und  stellte  eine  Lobschrift  auf.
Als  Siü-tsi  sich  in  dem  Gebirge  von  Tsin-yün  befunden
hatte,  war  der  wahre  Mensch  der  grossen  Gipfelung,  der  Gebieter ­
  von  dem  Geschlechte  Siü  zu  ihm  herabgestiegen  und
hatte  gesagt:  Wenn  du  achtzig  Jahre  überschritten  haben
wirst,  sollst  du  der  Lehrmeister  eines  Königs  werden.  Dann
erst  erlangst  du  den  Weg.  —  Als  Kuang,  König  von  Tsin, 1
den  Landstrich  Yang  niederhielt,  wurde  ihm  der  Name
Siü-tsi’s  bekannt.  Er  berief  diesen  durch  das  folgende  eigenhändige ­
  Schreiben  zu  sich:

1  Kuang,  König  von  Tsin,  ist  der  spätere  Kaiser  Yang  von  Sui.
            
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