Die Classe der Wahrhaftigen in China.
995
Siü-tsi.
^ j||j Siü-tsi stammte aus (^+ P) Than in Tung-hai.
In seiner frühen Jugend tiefsinnig und still, hatte er wenig
Lust und Freude. Er empfing die Beschäftigung von JU&IE
Tscheu-hung-tsching. In den drei Himmelfarbenen bewandert,
war er einzig in den Berathungen und Erörterungen. Sein Ruf
verbreitete sich in der Hauptstadt und in den Städten.
Siü-tsi sprach seufzend: Der Name ist der Grast des
Wirklichen. Ich trete als Gast auf! — Er hegte hierauf im
Busen das Festhalten an dem Aufsitzen in der Verborgenheit,
machte die Schrifttafel zu einem Stabe und trat in das Gebirge
von Tsin-yün. Später baten ihn mehrere hundert
lernende Menschen, .sie zu belehren und zu unterweisen. Tsi
entschuldigte sich und schickte sie fort. Er nahm kein Weib
und kleidete sich beständig in grobes Tuch.
Um den Zeitraum Thai-kien von Tsch’in (569 —582
n. Chr.) einem Rufe folgend, kam er und lebte still an der
Thorwarte des äusserst Wahren. Ueber einen Monat verabschiedete
er sich wieder und trat in das Gebirge von ^ j§j
Thien-thai. Dabei entsagte er der Brodfrucht und nährte das
Gemüth. Was er verwendete, war nichts als Fichtenwasser.
Selbst im tiefen Winter, bei verschlossener Kälte kleidete er
sich nicht in Baumwolle und Flockseide. Der grosse Hinzugegebene
|H? Siü-ling machte für ihn Einschnitte in den
Berg und stellte eine Lobschrift auf.
Als Siü-tsi sich in dem Gebirge von Tsin-yün befunden
hatte, war der wahre Mensch der grossen Gipfelung, der Gebieter
von dem Geschlechte Siü zu ihm herabgestiegen und
hatte gesagt: Wenn du achtzig Jahre überschritten haben
wirst, sollst du der Lehrmeister eines Königs werden. Dann
erst erlangst du den Weg. — Als Kuang, König von Tsin, 1
den Landstrich Yang niederhielt, wurde ihm der Name
Siü-tsi’s bekannt. Er berief diesen durch das folgende eigenhändige
Schreiben zu sich:
1 Kuang, König von Tsin, ist der spätere Kaiser Yang von Sui.